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Jahresbericht - UN: 2021 "entscheidend" gegen Klimawandel

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Nach Einschätzung der UN ist das Jahr 2021 entscheidend, um die Auswirkungen des Klimawandels einzudämmen. Alle Staaten müssten sich zu Klimaneutralität bis 2050 verpflichten.

Ein Traktor auf einem staubtrockenem Feld. Symbolbild
Die globale Durchschnittstemperatur lag 2020 etwa 1,2 Grad über dem vorindustriellen Niveau.
Quelle: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild

2020 war eines der wärmsten Jahre, schreibt die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) in ihrem Jahresbericht über das globale Klima. Das Jahr 2021 werde "entscheidend" im Kampf gegen den Klimawandel, teilte die WMO am Montag bei der Vorstellung ihres Jahresberichts mit.

UN-Generalsekretär António Guterres sagte, die Menschen müssten vor den "desaströsen Auswirkungen" des Klimawandels geschützt werden. Daher müssten sich alle Staaten zu Klimaneutralität bis 2050 verpflichten.

Wir stehen am Rande des Abgrunds.
António Guterres, UN-Generalsekretär

2020 eines der drei wärmsten Jahre

Die WMO erklärte bei der Vorstellung ihres Berichts, das Jahr 2020 sei eines der drei wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen. Sie bestätigte damit ihre Prognose vom Dezember.

Die USA und China wollen gemeinsam entschlossen gegen den Klimawandel vorgehen.

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Die globale Durchschnittstemperatur lag 2020 etwa 1,2 Grad über dem vorindustriellen Niveau. Das wärmste Jahr war 2016.

Zudem sei die Treibhausgas-Konzentration in der Atmosphäre 2020 trotz des zeitweiligen wirtschaftlichen Stillstands angestiegen.

WMO: "Unerbittlicher Klimawandel"

Der Bericht bestätige erneut den "unerbittlichen Klimawandel", sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas. Der negative Trend werde sich unabhängig von Klimaschutzmaßnahmen noch einige Jahrzehnte fortsetzen.

Deshalb sei es wichtig, sich auf häufigere und intensivere Extremwetterlagen einzustellen, die erhebliche Schäden anrichten und Millionen Menschen betreffen werden.

Leere Autobahn bei Landsberg

Studie - Corona-Pandemie hält Klimawandel nicht auf 

Die Pandemie hat Wirtschaft und Verkehr gebremst und Treibhausgas-Emissionen reduziert. Für einen nennenswerten Effekt beim Klimawandel braucht es aber dauerhafte CO2-Einsparungen.

Um die schlimmsten Folgen des Klimawandels abzuwenden, sollte der Temperaturanstieg nach Berechnungen von Wissenschaftlern bis zum Ende des Jahrhunderts 1,5 Grad nicht übersteigen. Dieses Ziel will die Weltgemeinschaft nach dem Pariser Klimaschutzabkommen möglichst erreichen.

Virtueller Klimagipfel zum Ende der Woche

Dazu müssten der Ausstoß der Treibhausgase bis 2030 nach UN-Angaben um 45 Prozent unter das Niveau von 2010 gebracht werden. Ohne neue und ehrgeizigere Klimaschutzziele dürfte das nach Einschätzung von Forschern scheitern.

Ende der Woche richtet US-Präsident Joe Biden einen internationalen Klimagipfel aus. Zu dem zweitägigen virtuellen Gipfel, der am internationalen Tag der Erde beginnt, sind rund 40 Staats- und Regierungschefs eingeladen.

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