ZDFheute

Stürme werden häufiger - und heftiger

Sie sind hier:

Extremwetter-Kongress - Stürme werden häufiger - und heftiger

Datum:

Eisschmelze in der Arktis, Hurrikan an der US-Küste: Durch die Klimakrise nehmen Wetterextreme weltweit zu - auch in Deutschland. Über die Folgen beraten Forscher heute in Hamburg.

Der Klimawandel macht sich auch in Deutschland bemerkbar, wenn auch weniger deutlich als in anderen Regionen. Doch der Temperaturanstieg beschleunigt sich immer weiter.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Was macht der Klimawandel mit dem Wetter? Welche Folgen hat die Eisschmelze in der Arktis? Wie können Vorhersagen verbessert - etwa für Segler, die Gewitter auf hoher See möglichst umschiffen wollen - werden? Das Programm ist vielseitig beim Extremwetterkongress, der heute in Hamburg beginnt und drei Tage dauern wird. Das Grundproblem ist aber immer gleich: Weltweit nehmen Wetterextreme zu oder werden intensiver.

Mehr Hitze in Deutschland

Andere Länder seien zwar stärker betroffen - zum Beispiel von Hurrikans oder großflächige Überschwemmungen. Aber:

Der Klimawandel wirkt sich auch auf die Wetterextreme in Deutschland aus,

erklärt Uwe Kirsche vom Deutschen Wetterdienst (DWD). "So hat zum Beispiel die Anzahl und Intensität von Hitzewellen bereits zugenommen." Klimaforscher würden damit rechnen, dass Extreme wie etwa Starkregen oder Stürme auch hier künftig noch häufiger auftreten und intensiver ausfallen könnten. Kirsche: "Das würde uns alle betreffen. Deshalb ist es so wichtig, sich darauf frühzeitig vorzubereiten und sich zugleich noch mehr um Klimaschutz zu kümmern."

Waldbrände, Hitze, Starkregen - Klimaforscher Mojib Latif berichtet von der Messe über aktuelle Entwicklungen des Klimawandels.

Beitragslänge:
9 min
Datum:

Mit zwei Stürmen und einer langanhaltenden Dürre war Deutschland im Jahr 2018 zuletzt bei den Schäden ganz weit vorne. Im Klima-Risiko-Index von Germanwatch rangierte Deutschland damit im weltweiten Vergleich auf Rang 3. Auch darüber hinaus macht der Index klar: Extreme Wetterereignisse treffen nicht mehr nur Länder in weiter Ferne, sondern zum Beispiel auch Japan oder Mitteleuropa.

Schäden für Versicherer

Ein Problem, das dabei nicht nur Forscher und Klimaschützer beschäftigt. Denn extreme Wetterereignisse kosten Geld. Der Rückversicherer Munich Re hat in einem Bericht für 2019 insgesamt 820 Naturkatastrophen gezählt. Dass diese tendenziell zunehmen, zeigt der Blick auf den Jahresdurchschnitt der letzten 30 Jahre. Zwischen 1989 bis 2018 waren es durchschnittlich noch 520 gewesen. Der finanzielle Schaden, der überwiegend durch Stürme und Überschwemmungen entstand, wird für 2019 auf 150 Milliarden US-Dollar beziffert.

Dürre, Überflutungen, Gletscherschmelze: Das Klima ändert sich auch in Deutschland. Eine Dokumentation von ZDFzeit.

Beitragslänge:
43 min
Datum:

Munich-Re-Vorstandsmitglied Torsten Jeworrek wird dabei deutlich:"Der Klimawandel ist bislang kein systemisches Risiko. Aber er wird es, wenn die Erderwärmung unbegrenzt weitergeht." Trotz aller Warnungen habe auch die Covid-19-Pandemie die Welt unvorbereitet getroffen. "Daraus müssen wir die Konsequenz ziehen und uns besser vorbereiten, um Schäden zu minimieren."

Umgang mit "Skeptikern"

Ein Thema auf dem Kongress wird auch die Frage sein, wie man mit Fakenews und "Skeptikern" umgeht - solchen zum Beispiel, die bestreiten, dass die Erderwärmung menschgemacht ist oder dass dieser mit Wetterextremen in Verbindung steht. Etwas, womit auch die Meteorologen beim DWD immer wieder konfrontiert werden. "Wir haben dabei eine klare Linie: Fakten, Fakten, Fakten", sagt Kirsche.

Wir kommunizieren für jedermann verfügbar und nachlesbar über unsere Internetseiten, unsere Social Media oder auch gemeinsam mit den Medien.

Undercover bei Klimawandel-Leugnern: Die Strategie des Heartland-Instituts

Beitragslänge:
7 min
Datum:

Zu solchen Fakten gehört, dass mit einer Mitteltemperatur von 10,3 Grad 2019 zusammen mit 2014 das bisher zweitwärmste in Deutschland beobachtete Jahr war. Und dass die zehn wärmsten Jahre überhaupt innerhalb der letzten beiden Dekaden gemessen wurden. Das müsste akzeptiert werden, so Kirsche. Nur dann "lohnt es sich, über darauf aufbauende notwendige Klimaschutz- oder Anpassungsmaßnahmen zu diskutieren."

Noch seien nicht alle offenen Fragen beantwortet und der Stand der Wissenschaft sei in Bewegung. Ein Grund aber, an der Notwendigkeit zu zweifeln, dass etwas gegen die Folgen des Klimawandels unternommen werden muss, sei das aber nicht, findet Kirsche.

Kleiner Eisberg in der Antarktis

Nachrichten | Thema -
Klimawandel: Ursachen und Folgen
 

Welche Folgen hat der Klimawandel? Was sind die Ursachen für die zunehmende Erderwärmung? Und was tun gegen die Erwärmung? Alles zum Klimawandel hier.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.