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"Megxit": Diese Fragen müssen geklärt werden

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Krisentreffen mit der Queen - "Megxit": Diese Fragen müssen geklärt werden

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Sicherheit, Geld und Wohnort: Nach der Ankündigung von Prinz Harry und Meghan, sich aus dem britischen Königshaus zurückzuziehen, gibt es viel zu besprechen.

Nachdem Prinz Harry und seine Frau Meghan ihren Rückzug von royalen Verpflichtungen angekündigt haben, gibt es auf Schloss Sandringham ein Krisengespräch mit der Queen.

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Was kann man in Zukunft von ihnen erwarten, und was bekommen sie dafür? Nach der Ankündigung von Prinz Harry und seiner Frau Meghan, sich als "Senior Members" der Familie zurückzuziehen, hat Queen Elisabeth II. auf den Landsitz Sandringham eingeladen. Es müssen die neuen Rahmenbedingungen geklärt werden und am besten zügig, so wünscht es die Queen.

Prinz Harry wird persönlich an dem heutigen Treffen teilnehmen, Meghan soll per Telefon aus Kanada dazu geschaltet werden. Außerdem sollen Thronfolger Prinz Charles und Harrys älterer Bruder, Prinz William, nach Sandringham kommen. Diese Fragen müssen unter anderem geklärt werden:

Wie werden sich Harry und Meghan finanzieren?

Prinz Harry und Meghan wollen "finanziell unabhängig" werden. Aktuell bekommen sie aus dem sogenannten "Sovereign Grant", den der Staat den Royals für ihre öffentlichen Aufgaben gewährt, Geld, das derzeit fünf Prozent ihrer Kosten deckt. Außerdem erhält Harry laut BBC von seinem Vater jedes Jahr mehrere Millionen Pfund.

"Ich halte es für einen zeitgemäßen Schritt, wenn sich die Nachrangigen in der Thronfolge zurückziehen und auf eigenen Beinen stehen", so die ZDF-Königshaus-Expertin Julia Melchior.

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Zurückgreifen können der Herzog und die Herzogin sicher auch auf ihr eigenes beträchtliches Vermögen. Harry erbte nach dem Tod seiner Mutter Diana umgerechnet schätzungsweise acht Millionen Euro. Meghan wurde mit ihrer Arbeit als Schauspielerin und Influencerin Millionärin.

Doch wenn die beiden nun selbst Geld verdienen wollen, gäbe es ein Problem: Jobs in der freien Wirtschaft könnten immer wieder zu einem Interessenkonflikt führen. Sie müssten sich dem Vorwurf stellen, dass sie versuchten, aus ihrem Status und Bekanntheit Geld zu schlagen. "Die Krone hat keine guten Erfahrungen gemacht mit Mitgliedern der königlichen Familie, die versucht haben, Profit zu schlagen, aus dem Namen und ihrer Biografie", so ZDF-Königshaus-Expertin Julia Melchior.

Behalten sie ihren Titel?

Als ihr Sohn Archie geboren wurde, entschieden Meghan und Harry, dass er keinen Titel haben werde. Er heißt einfach Archie Harrison Mountbatten-Windsor. Dass sie nun ihre Titel "The Duke and Duchess of Sussex" abgeben, ist aber unwahrscheinlich.

Im Dezember wurde bekannt, dass sie die "Sussex Royal"-Marke im Zusammenhang mit dem Verkauf von Büchern, Kalendern oder Spendenaktionen schützen lassen wollen. Wenn sie ihre Titel abgeben, würden sie den Status, auf den sich diese Marke stützt, verlieren.

Auf ihrer Homepage haben sie außerdem angekündigt, ihre Social-Media-Kanäle zu behalten, die ebenfalls ihren Titel als Namen haben.

Möglich ist aber, dass der Herzog und die Herzogin künftig auf die Ansprache "Königliche Hoheit" verzichten müssen. Prinzessin Diana hatte diese nach der Scheidung von Charles verloren.

Wo werden sie leben?

In ihrem Statement kündigten Meghan und Harry an, künftig in Großbritannien und Nordamerika leben zu wollen. Meghan hat sieben Jahre in Toronto gelebt und gearbeitet, als sie in der Serie "Suits" mitspielte. Ihre Mutter wohnt in Los Angles und hat die US-Staatsbürgerschaft.

Es heißt, Meghan habe die britische Staatsbürgerschaft beantragt. Das würde bedeuten, dass sie verpflichtet ist, nicht mehr als 90 Tage pro Jahr im Ausland zu leben.

In England bewohnen sie Frogmore Cottage, das sie erst kürzlich mit Steuergeldern in Höhe von mehreren Millionen Pfund renoviert haben. Eine Rolle bei der Wahl ihres Hauptwohnsitzes wird sicher auch spielen, wo Sohn Archie später zur Schule gehen soll.

Werden sie weiter Aufgaben für das Königshaus übernehmen?

Harry und Meghan fühlen sich der Queen, dem Commonwealth und ihren Schirmherrschaften weiter verpflichtet - so teilten sie es in ihrem Statement mit. Was das genau in der Praxis bedeutet, wird wohl eine der großen Fragen sein, die die Queen, Charles, William und Harry bei ihrem Treffen zu klären haben. Im vergangenen Jahr hatte Prinz Harry rund 201 Termine für das Königshaus wahrgenommen, Meghan rund 80.

Polizisten überwachen den Eingang zum königlichen Landsitz Sandringham
Der königliche Landsitz Sandringham ist Treffpunkt der Krisensitzung.
Quelle: imago

Wer sorgt für ihre Sicherheit?

Eine offene Frage ist, wie für die Sicherheit von Harry, Meghan und Archie künftig gesorgt werden soll. Zurzeit schützen sie Beamte der Londoner Metropolitan Police, auch wenn sie im Ausland unterwegs sind. Abhängig von ihren künftigen Aufgaben und Wohnsitzen könnte sich das ändern. Dann müsste die Familie eventuell selber für die Kosten aufkommen.

Was die Queen vom "Megxit" hält? Die Reaktion auf die Entscheidung von Harry und Meghan erfahren Sie hier:

Queen Elizabeth II.

"Megxit" -
Queen Elizabeth II. "unterstützt" Pläne von Harry und Meghan
 

Die britische Königin geht anscheinend wohlwollend mit den Rückzugsplänen ihres Enkels Harry um. Doch heikle Fragen müssen in den nächsten Tagen noch geklärt werden.

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