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Trotz steigender Inzidenz - Kultusminister weiter für offene Schulen

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Seit Februar wird an den meisten Grundschulen in Deutschland wieder unterrichtet. Die Kultusminister befürworten das weiterhin.

Blick in eine Schule. Symbolbild
Die Kultusminister wollen Schulen so lange wie möglich offen halten. Symbolbild
Quelle: Philipp von Ditfurth/dpa

Die Schulen in Deutschland sollen nach dem Willen der Kultusminister der Länder so lange wie möglich offengehalten werden. Dabei sollten Lehrkräfte im Präsenzunterricht zugleich Vorrang beim Impfen bekommen.

Auf diese gemeinsame Position haben sich die Ministerinnen und Minister bei Beratungen in der Kultusministerkonferenz verständigt. Im Vergleich zu allen anderen Lebensbereichen müssten Schulen am längsten geöffnet bleiben, heißt es im Beschluss der KMK.

Kinder und Jugendliche nicht stigmatisieren

Kinder und Jugendliche dürften nicht als Gefahr für alle an der Schule Beteiligten stigmatisiert werden, betonte die KMK. Es müsse geprüft werden, wie sinnvoll der Inzidenzwert als alleiniges Entscheidungskriterium an Schulen sei.

Damit die Folgen nicht dauerhaft ihr Leben begleiten, liegt die Priorität der Kultusministerinnen und Kultusminister darauf, die Schulen so lange wie möglich offen zu halten.
Britta Ernst, KMK-Präsidentin

Für die Kinder und Jugendlichen sei der Schulbesuch für ihre weitere Bildungsbiografie von entscheidender Bedeutung. Das gelte ganz besonders für die Kleinen, die am Beginn ihrer Schullaufbahn stehen, aber auch für die Abschlussklassen. Zudem forderte die KMK erneut, dass das an den Schulen tätige Personal vorrangig geimpft werde, sofern vor Ort in den Präsenzunterricht übergegangen werde.

Dabei ist die KMK-Vorsitzende gegen eine Corona-Testpflicht für Schülerinnen und Schüler. "Ich setze im ersten Schritt auf die Eigenverantwortung der Eltern und die Unterstützungsbereitschaft der Lehrkräfte", sagte sie. Eine Pflicht wie in Österreich könne "noch größere Akzeptanzprobleme" hervorrufen.

Die Pandemie wird zum Stresstest für Familien, Lehrer und Schulleitungen: schleppende Digitalisierung, zu wenige und schlecht ausgebildete Lehrer, veraltete Lehrpläne und -formen.

Beitragslänge:
43 min
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Leitfaden für Kinder mit Förderbedarf

Gleichzeitig veröffentlichte die Konferenz einen neuen Leitfaden für den Ausbau von sonderpädagogischen Maßnahmen für Kinder und Jugendliche mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung. Dies gilt insbesondere für geistige Behinderungen. Die überarbeitete Empfehlung beinhalte die Ausweitung inklusiver Bildungsangebote an allgemeinen Schulen sowie den Ausbau regionaler Netzwerke, die ein selbstbestimmtes Leben im bekannten Sozialraum gewährleisten sollen.

Der KMK sei wichtig, dass alle Schüler mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung an allen schulischen Lernorten einen uneingeschränkten Anspruch auf individuelle Bildung und Erziehung hätten, so Ernst. Zudem solle die Anzahl der Schüler ohne Schulabschluss gesenkt werden.

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