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15 Kinder pro Lerngruppe : Linke fordert kleinere Grundschulklassen

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Die Corona-Pandemie hat viele Schulen zum Improvisieren gezwungen. Die Linke will aus der Not eine Tugend machen - und fordert, Grundschulklassen auf 15 Kinder zu verkleinern.

Linke-Chefin Janine Wissler. Archivbild
Linke-Chefin Janine Wissler. Archivbild
Quelle: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild

Die Linke fordert als Konsequenz aus dem Corona-bedingten Wechselunterricht kleinere Grundschulklassen. Die kleineren Lerngruppen als Notlösung in der Pandemie seien von den Kindern positiv wahrgenommen worden, sagte Linke-Chefin Janine Wissler den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Das Lernen fällt leichter, Inklusion funktioniert besser und Wohlbefinden ist höher.
Linke-Chefin Janine Wissler

Wissler schlug eine Klassengröße von 15 Kindern pro Grundschulklasse vor. Das sei nicht sofort erreichbar, aber auch nicht utopisch. Haupthindernis sei der Mangel an Lehrern. Daher sei ein bundesweites Programm für mehr Lehramts-Studienplätze und die Umwandlung von befristeten in sichere Stellen notwendig.

Karliczek setzt auf regulären Unterricht

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek setzt auf regulären Unterricht im kommenden Schuljahr. Dies müsse zentrales Ziel der Politik sein, sagte die CDU-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Alle für Schulen Verantwortlichen sollten bereits jetzt beginnen, Konzepte für diesen möglichst regulären Schulbetrieb nach den Sommerferien erarbeiten.
Bundesbildungsministerin Anja Karliczek

Die Ministerin wies zugleich darauf hin, dass in der EU zwar einen Impfstoff für über 12-Jährige zugelassen sei. Allerdings werde es auch im Herbst keinen Impfstoff für die Grundschüler geben. "Daher müssen wir alle Vorarbeiten angehen, um auch für die Grundschüler den Präsenzunterricht im neuen Schuljahr zu ermöglichen". Vor diesem Hintergrund fördere die Bundesregierung den Einbau von Lüftungsanlagen, was jetzt gerade den Grundschulen nutzen könne.

Lambrecht: Präsenzunterricht nach Sommerferien

Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht forderte die Bundesländer ebenfalls auf, nach den Sommerferien vollen Präsenzunterricht an Schulen sicherzustellen. "Nach den Sommerferien muss es wieder Schulunterricht in Präsenz geben", sagte die SPD-Politikerin der "Bild"-Zeitung. "Lehrer werden sich im Regelfall nicht weigern können, ab Herbst in Präsenz zu unterrichten", stellte Lambrecht weiter klar. Denn bis dahin hätten alle Lehrer ein Impfangebot bekommen.

Die Ministerin versicherte zugleich, dass die Impfung für Kinder ab zwölf Jahren "keine Voraussetzung für Präsenzunterricht, Kinderfreizeiten, Sportverein, Schwimmbad" sei.

Ein Junge sitzt traurig an einer Wand. (Symbolbild)

Kinder "seelisch fertig" - Experte: Schulstoff ohne Druck nachholen 

Viele Schulkinder seien nach 15 Monaten Pandemie "seelisch fertig", sagt Familien-Experte Martin Bujard. "Das Letzte was sie jetzt brauchen, ist noch mehr Druck."

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