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Die Lotto-Chance kostet jetzt mehr

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Lotterie 6 aus 49 - Die Lotto-Chance kostet jetzt mehr

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Für Lottospielende ändert sich ab heute der Preis beim Spiel 6aus49. Ein Tipp kostet jetzt 1,20 Euro - statt bisher 1 Euro. Ein Überblick, was sich sonst noch ändert – und warum.

Archiv, Stuttgart: Lottoscheine und Lottokugeln.
Für drei Richtige gibt es ab sofort 6 statt 5 Euro.
Quelle: dpa

Im Laufe der Jahrzehnte hat es beim Lotto in Deutschland immer mal wieder Änderungen gegeben: Manche erinnern sich noch an das Mittwochslotto 7aus38 in den 1980er Jahren oder an das Ende der Zusatzzahl im Mai 2013. Ebenso vielen wohl in guter Erinnerung, ist ihr Nachfolger: die Superzahl. Sie gibt es bis heute. Wer weiß noch, wann es die letzte Live-Übertragung der Lottoziehung im Fernsehen gab? Genau, ebenfalls im Jahr 2013.

Neben solchen Details haben sich im Laufe der vergangenen 65 Jahre - so lange gibt es 6aus49 schon - vor allem die Gewinnhöhen und die Höhe des Einsatzes verändert. Und zwar kontinuierlich nach oben. Nun also der nächste Schritt auf 1,20 Euro pro Tippfeld.

Eurojackpot.

90-Millionen-Eurojackpot -
Gewinn nach Deutschland und Polen
 

90 Millionen Euro warteten in der Lotterie Eurojackpot. Er war sieben Wochen nicht geknackt worden - jetzt können Spieler in Deutschland und Polen jubeln.

Lottospielende wollen bessere Chancen auf Millionengewinne

Alles ganz natürlich, weil sowieso die Preise steigen? Vielleicht auch deshalb. Aber vorrangig haben wohl die Lottospielenden selbst einen großen Anteil daran. Axel Weber, Sprecher von Westlotto, größte der insgesamt 16 Lottogesellschaften der Länder, erklärt:

Den Anstoß für die jetzige Änderung hat eine national repräsentative Befragung unter Lottospielern gegeben.
Axel Weber

"Die Wünsche der Spieler waren recht deutlich: Sie wollten eine veränderte Gewinnstaffel und bessere Chancen, auch mit dem normalen Sechser ohne Superzahl einen Millionengewinn landen zu können", so Weber. Dies könne man nun mit dem um 20 Prozent höheren Einsatz umsetzen.

Sowohl in den unteren Gewinnklassen, für drei Richtige gibt es ab sofort 6 statt 5 Euro, als auch in den höheren Gewinnrängen.

Wenn man mehr ausschütten will, muss man mehr einnehmen. Das ist so beim Totalisatorprinzip von 6aus49.
Axel Weber

Außerdem gibt es nun neue Regeln bei der Zwangsausschüttung: Wenn der Jackpot bei 6aus49 lange nicht geknackt wurde, gibt es künftig eine Zwangsausschüttung bei 45 Millionen Euro - auch ohne 6er mit Superzahl. Bislang war dies erst nach der 13. Ziehung vorgesehen.

Höhere Gewinne, aber keine erhöhte Spielsucht-Gefahr

Höhere Gewinne durch höheren Einsatz: Schafft das vielleicht auch Anreize zu häufigerem Spiel? Tatsächlich haben die Lottogesellschaften auch dies im Blick.

Lotto trägt nach wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht dazu bei, dass die Glücksspielsucht ansteigt.
Axel Weber

Das entspreche den Erkenntnissen der Forschungsstelle Glücksspielsucht an der Universität Hohenheim. Hauptgrund dafür sei die niedrige Frequenz mit zwei Ziehungen pro Woche (Mittwoch und Samstag). Dem gegenüber stünden beispielsweise Automatenspiele mit neuen Chancen im Sekundentakt und eine entsprechende Konditionierung der Spielsüchtigen.

Nach Erkenntnissen der Forschung liege der Anteil pathologisch süchtiger Lottospieler bei etwa 1 Prozent. Das dürfe sich auch mit den neuen Regeln bei 6aus49 kaum ändern, heißt es aus der Forschungsstelle.

Spielsucht: Die wichtigsten Fakten in der Übersicht.

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Einnahmen teilen sich weiter nach gleichen Regeln auf

Nun könnte man vermuten, dass der Staat sich auch eine Scheibe vom um 20 Prozent wachsenden Einnahmen-Kuchen abschneiden möchte – und zwar in Form von Steuern. Immerhin werden 50 Prozent der Einsätze als Gewinne ausgeschüttet. Und der Rest?

"Das bleibt auch jetzt so wie in der Vergangenheit", erklärt Axel Weber. Heißt konkret: 8 Prozent gehen als Vermittlungsprovision an die Annahmestellen (stationär und online), 40 Prozent der Einnahmen gehen an Stiftungen der Länder und an die Wohlfahrt: Sportförderung beispielsweise, Kultur, Denkmalpflege und Soziales.

Wir gehen davon aus, dass einige Lottospieler in Zukunft weniger spielen werden oder ganz aufhören, andere kommen sicherlich im Zuge der neuen Einsatzhöhen und höheren Gewinne hinzu.
Axel Weber

"Wahrscheinlich wird es sich die Waage halten", so Weber. Für die, die keine kleinen oder großen Gewinne erzielen, bleibt immerhin ein Trost: Ein Großteil des Einsatzes geht an einen guten Zweck.

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