Russland greift Ukraine massiv mit Raketen an

    Strom und Wasser fallen aus:Massive Raketenangriffe auf die Ukraine

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    Russland greift die Ukraine wieder massiv mit Raketen an - überall gab es Luftalarm. In mehreren Orten fielen Strom und Wasser aus. Moskau warf Kiew Angriffe auf Militärbasen vor.

    Russland hat mit einer neuen Welle von Raketenangriffen auf die Infrastruktur der Ukraine begonnen. In der Hafenstadt Odessa im Süden des Landes brach nach örtlichen Berichten aufgrund von Stromausfällen die Wasserversorgung zusammen. Blackouts und damit verbundene Ausfälle der Fernheizung und der Wasserversorgung gab es nach offiziellen Angaben auch in der Industriestadt Krywyj Rih im Südosten.

    Gouverneur: Zwei Menschen durch Raketen getötet

    Der Gouverneur der südlichen Region Saporischschja, Oleksandr Staruch, erklärte im Onlinedienst Telegram, durch Raketeneinschläge auf Häuser in einem Dorf seien mindestens "zwei Menschen getötet und zwei verletzt" worden.
    Über Explosionen - teils ausgelöst durch die ukrainische Flugabwehr - wurde auch aus dem Zentrum und dem Westen des Landes berichtet. In der gesamten Ukraine galt am Nachmittag Luftalarm. Die Behörden riefen Menschen auf, Schutz zu suchen.
    Nach Angaben der Ukraine setzte Russland knapp 70 Marschflugkörper bei seinen Angriffen am Montag ein. Die ukrainische Luftabwehr habe einen Großteil der Raketen abgewehrt. "Insgesamt wurden mehr als 60 Raketen der Invasoren abgeschossen", hieß es. Die Angaben ließen sich nicht überprüfen.

    Moskau: Luftwaffenbasen in Russland angegriffen

    Moskau warf der Ukraine derweil vor, dass sie zwei Luftwaffenstützpunkte in Russland weit im Landesinneren mit Drohnen angegriffen habe. Dabei seien drei Soldaten getötet und vier weitere verletzt worden, teilte das Verteidigungsministerium mit.
    Die Drohnen seien in geringer Höhe geflogen und von der Luftabwehr abgeschossen worden. Die betroffenen Militärflugplätze liegen Hunderte Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt, auf einem sind Bomber der Nuklearstreitkräfte stationiert. Die ukrainische Regierung äußerte sich zunächst nicht direkt dazu.
    Zuletzt hatte Russland immer wieder gezielt die Energie- und Wasserversorgung in der Ukraine mit Raketen attackiert, nachdem sich die russischen Bodentruppen aus einigen besetzten Gebieten hatten zurückziehen müssen. Die Ukraine und der Westen werfen Russland angesichts des nahenden Winters vor, Kälte als Kriegswaffe einzusetzen.
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    Quelle: Reuters, AFP, dpa

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