ZDFheute

Busentführung in Ukraine: Alle Geiseln frei

Sie sind hier:

Passagiere als Geiseln - Busentführung in Ukraine: Alle Geiseln frei

Datum:

Nach langen Verhandlungen sind in der Ukraine alle Geiseln freigekommen. Der schwerbewaffnete Geiselnehmer wurde festgenommen.

Ein Bus mit Einschusslöchern auf der Wundschutzscheibe in Lutsk, Ukraine.
Der Bus in Luzk zeigt Einschusslöcher in der Windschutzscheibe.
Quelle: Reuters

Bei der Geiselnahme in der westukrainischen Großstadt Luzk ist der schwer bewaffnete Täter nach stundenlangen Verhandlungen festgenommen worden. Alle Geiseln seien freigekommen, hieß es am Dienstagabend in Luzk. Zuvor stürmten die Polizisten den Bus. Es wurde eine Blendgranate gezündet. Präsident Wolodymyr Selenskyj soll zuvor persönlich mit dem Geiselnehmer gesprochen haben.

Stundenlange Verhandlungen

Ein schwer bewaffneter Mann hatte gut zwanzig Menschen in einem Bus als Geiseln genommen. Der Mann habe Sprengsätze und Waffen bei sich, teilte die Polizei am Dienstag mit. Einem Polizeivertreter der Stadt zufolge fielen auch Schüsse, Berichte über Verletzte oder Tote gab es zunächst aber nicht. Die Polizei habe die Innenstadt der Stadt Luzk knapp 90 Kilometer von der polnischen Grenze abgesperrt, teilten die Behörden mit und forderten die Bewohner auf, nicht auf die Straße zu gehen.

Nach stundenlanger Verhandlung zwischen dem Täter und der Polizei waren zuvor am Abend drei Geiseln freigelassen worden. Darunter seien ein Jugendlicher und zwei Frauen gewesen, wie auf einem von Innenminister Arsen Awakow am Dienstag veröffentlichten Video zu sehen war.

Geiselnehmer stellte Forderungen

Nach Angaben des stellvertretenden Innenministers Anton Geraschtschenko nahm der Geiselnehmer Kontakt mit der Polizei auf und stellte sich als Maksym Plochoi vor. Ob es sich bei Plochoi tatsächlich um den Geiselnehmer handle, war zunächst unklar, sagte Geraschtschenko der Nachrichtenagentur AFP.

Über dessen Motive oder Forderungen äußerte er sich zunächst nicht. "Wir verhandeln. Wir hoffen, die Lage auf dem Verhandlungsweg lösen zu können", sagte Geraschtschenko weiter. Er wies zugleich auf "den komplexen Geisteszustand" des Geiselnehmers hin.

Selenskyj: "Beunruhigende Nachrichten aus Luzk"

Bilder der örtlichen Medien zeigten einen Bus mit zwei beschädigten Scheiben und zugezogenen Vorhängen. Um ihn herum standen schwerbewaffnete Polizisten.

Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von "beunruhigenden Nachrichten aus Luzk". Es werde alles unternommen, die Situation gewaltlos zu lösen, erklärte er auf Facebook. Innenminister Arsen Awakow reiste nach Angaben seines Ministeriums in die rund 200.000 Einwohner zählende Stadt Luzk, um eine Lösung der Krise zu koordinieren.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.