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Durchbruch mit RTS,S - WHO empfiehlt Malaria-Impfung für Kinder

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Durchbruch bei der Malaria-Impfung: Erstmals empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation WHO eine breite Impfung mit dem Vakzin RTS,S bei Kindern - vor allem in Afrika.

Bei einem Arzt in Svay Rieng in Kambodscha sind am 25.10.2007 Frauen und Kinder zum Impfen in der Sprechstunde in einem ärztlichen Versorgungszentrum.
Malaria-Bekämpfung: WHO empfiehlt Impfstoff für Kinder
Quelle: dpa

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erstmals die breite Anwendung eines Impfstoffes gegen Malaria empfohlen. Das Vakzin RTS,S solle Kindern in Afrika südlich der Sahara und in anderen Malaria-Regionen verabreicht werden, hieß es am Mittwoch von der UN-Behörde in Genf.

Zehntausende junge Leben gerettet

"Dies ist ein historischer Moment", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Zusammen mit bisherigen Präventionsmaßnahmen könnten nun jährlich Zehntausende junge Leben gerettet werden, sagte er.

Die Empfehlung beruht auf Pilotversuchen mit rund 800.000 Kindern in Ghana, Kenia und Malawi. Unter den jungen Geimpften sind tödliche Krankheitsverläufe laut der WHO um 30 Prozent zurückgegangen. Das Vakzin sei sicher, betonte Tedros.

Im Kampf gegen Malaria braucht es alle Mittel. Nun wurde ein Ansatzpunkt gefunden, der die Übertragung stoppen soll.

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2 min
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An Malaria sterben 400.000 Menschen jährlich

Jedes Jahr gibt es rund 200 Millionen Malaria-Infektionen, überwiegend in Afrika. Viele Menschen stecken sich mehrmals im Jahr an. 400.000 Menschen sterben jährlich dadurch, vor allem Kinder unter fünf Jahren. 94 Prozent der Malaria-Todesfälle verzeichnen afrikanische Länder.

Malaria wird durch Plasmodium-Parasiten ausgelöst, die durch infizierte Mücken auf Menschen übertragen werden. Infizierte bekommen oft Fieber und Schüttelfrost und leiden an Übelkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen und Müdigkeit.

Bei schweren Verläufen kommen unter anderem Atemnot, Krämpfe und Blutungen hinzu, die meisten schwer betroffenen Menschen sterben ohne ärztliche Behandlung. Der Impfstoff wirkt gegen den tödlichsten mehrerer Malaria-Parasiten, Plasmodium falciparum.

Pilotversuche mit dem Impfstoff laufen seit 2019

Vor rund 20 Jahren wurde der Schutz vor Mückenstichen in Malaria-Gebieten intensiviert, unter anderem durch den Einsatz von Moskitonetzen für die Nacht, die mit Insektiziden behandelt sind.

Dadurch gingen die Infektionszahlen zurück. Seit ein paar Jahren stagnierten sie aber. Seit 2019 laufen die Pilotversuche mit dem Impfstoff in Afrika. Den Impfstoff entwickelte das britische Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline.

Unterstützt wurde das Unternehmen von der Malaria-Impfstoff-Initiative der gemeinnützigen Organisation PATH, die auch vom Bundesministerium für Bildung und Forschung Geld erhält.

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