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Hochansteckender Erreger - WHO: Marburg-Virus in Westafrika bestätigt

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In Westafrika ist laut WHO erstmals ein Infektionsfall mit dem hochgefährlichen Marburg-Virus nachgewiesen worden. Weitere Tests in der Bevölkerung würden bereits durchgeführt.

Eine elektronenmikroskopische Aufnahme des sogenannten Marburg-Virus, Archivbild.
Das Virus gilt als hochansteckend und führt etwa zu inneren Blutungen.
Quelle: dpa/Bernhard-Nocht-Institut

Im westafrikanischen Staat Guinea haben die Behörden einen Ausbruch des lebensgefährlichen Marburg-Fiebers bekanntgegeben. Wie die Weltgesundheitsorganiation WHO am Montagabend mitteilte, handelt es sich um den bisher ersten Fall überhaupt in Westafrika.

Bislang sind keine Medikamente oder Impfungen gegen das Fieber zugelassen

Weniger als zwei Monate nach dem Ende eines Ebola-Ausbruchs in dem Staat wurde das hochansteckende Fieber im Süden Guineas in der Präfektur Guéckedou bei einem mittlerweile gestorbenen Patienten entdeckt.

Erste Untersuchungen vor Ort wurden vom Institut Pasteur in Senegals Hauptstadt Dakar bestätigt. Die Suche nach Kontaktpersonen des Patienten sei eingeleitet, hieß es weiter. Erschwert wird das Eindämmen des Ausbruchs allerdings durch den gleichzeitigen Kampf gegen das Coronavirus. Das Marburg-Virus stammt aus derselben Erregerfamilie wie das Ebola-Virus.

In der Geschichte suchten Seuchen meist ohne Vorwarnung die Menschheit heim - darunter Grippe, Pest und Cholera, Ebola und AIDS. ZDF-History erzählt die Geschichte der großen Seuchen.

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31 min
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So äußert sich eine Ansteckung mit dem Marburg-Fieber:

  • meist hohes Fieber und innere Blutungen
  • starke Kopfschmerzen
  • gilt als hochansteckend
  • Übertragung auf andere Menschen vor allem durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten

Aktuell sind keine antiviralen Medikamente oder Impfungen gegen das Marburg-Virus zugelassen, so die WHO in einer Erklärung. Auf den Menschen wird das Marburg-Virus laut WHO durch Flughunde übertragen. Die Sterblichkeit liegt laut WHO zwischen 24 und 88 Prozent.

Nachbarstaaten Guineas in Alarmbereitschaft

Das Marburg-Virus habe das Potenzial, sich "weit zu verbreiten", sagte Matshidiso Moeti, Regionaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Afrika. Ein Team aus zehn WHO-Experten sei bereits vor Ort, um die nationalen Gesundheitsbehörden bei Notfallmaßnahmen zu unterstützen sowie weitere Tests in der Bevölkerung vorzunehmen.

Auch die grenzüberschreitende Überwachung werde intensiviert, damit mögliche weitere Fälle rasch erkannt werden könnten. Die Nachbarstaaten Guineas seien in Alarmbereitschaft versetzt worden.

Sieben bestätigte Infektionen - Guinea spricht nach Ebola-Fällen von Epidemie 

Es gebe sieben bestätigte Fälle, darunter drei tödliche. Nach dem Ausbruch des Ebola-Virus in Guinea sprechen die örtlichen Behörden nun von einer "Epidemie-Lage".

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