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Auf dem Roten Planeten - Mars-Lander misst drei große Beben

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Fast drei Jahre schon ist der Mars-Lander "InSight" auf dem Roten Planeten - nun hat er drei große Beben innerhalb kurzer Zeit registriert. Und das nur dank eines Tricks.

Der Mars-Lander «InSight» der Nasa erforscht die Oberfläche des roten Planeten, aufgenommen am 30.01.2020
2018 kam der Mars-Lander "InSight" auf dem Roten Planeten an.
Quelle: picture alliance / Zoonar | Stanislav Rishnyak

Innerhalb von nur vier Wochen hat der Mars-Lander "InSight" drei große Beben auf dem roten Planeten gemessen - darunter eins, das den Mars-Boden rund anderthalb Stunden wackeln ließ. Die ersten zwei Beben am 25. August hätten Stärken von 4,2 und 4,1 gehabt, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Das bislang längste und stärkste von "InSight" gemessene Beben geschah am 18. September - es hatte eine Stärke von 4,2 und dauerte rund anderthalb Stunden.

Trick von Forschern stellte Energieversorgung sicher

Dass der 2018 auf dem Mars angekommene stationäre Lander die Beben überhaupt messen konnte, liegt auch an einem Trick der Nasa-Forscher, mit dem sie die Energieversorgung des Seismometers sicherstellten: Mit einem Roboter-Arm des Landers streuten sie Sand in die Nähe einer Solarzelle. Als der Wind diesen über die Solarzelle wehte, nahm er dabei auch einen großen Teil des dort abgelagerten Staubs mit - und die Solarzelle konnte den Lander weiter mit Energie versorgen.

Schon mehrfach, wie im Januar und April, zeichnete der in Frankreich entwickelte Seismograph von "InSight" Marsbeben auf. Außerdem sendet der Lander täglich einen Wetterbericht. An einem Tag im Januar etwa lag die Höchsttemperatur auf der Ebene Elysium Planitia am Marsäquator bei minus acht Grad Celsius. Nachts fiel die Temperatur auf minus 49 Grad.

Auf dem Mars hat die Nasa-Sonde "InSight" Erschütterungen an der Oberfläche gemessen. Forscher werten das als ersten Beweis für seismische Aktivitäten auf dem Planeten.

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Maulwurf von "InSight" scheitert an Mars-Boden

Teil der Mars-Expedition "InSight" war auch der in Deutschland entwickelte Mars-Maulwurf. Dieser biss sich jedoch am Roten Planeten die Zähne aus. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa erklärte den Einsatz des Gerätes im Januar für beendet, nachdem es ihm nicht gelungen war, sich tiefer in die Marsoberfläche einzugraben. Das 40 Zentimeter lange Gerät sollte in fünf Metern Tiefe die Temperatur des Planeten messen und den Wärmefluss auf dem Mars erkunden.

Nasa-Roboter «InSight» auf dem Mars.
Nasa-Roboter "InSight" auf dem Mars.
Quelle: Uncredited/NASA/AP/dpa

Der Mars-Maulwurf hatte jedoch nicht genug Reibung und kam in zwei Jahren nur etwa einen halben Meter tief. Der klumpige Staub am Landeplatz von "InSight" sei ganz anders beschaffen gewesen als frühere Proben vom Mars, erklärten Wissenschaftler.

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