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Sammlung von Gesteinsproben - Fehlschlag für US-Mars-Rover "Perseverance"

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Nicht der erhoffte Volltreffer: US-Mars-Rover "Perseverance" ist bei seinem ersten Bohreinsatz auf der Suche nach Gesteinsproben wohl leer ausgegangen.

Bild der Navigationskamera des ersten Bohrlochs
Mission auf dem Mars: Bild der Navigationskamera des ersten Bohrlochs.
Quelle: mars.nasa.gov

Der Mars-Rover "Perseverance" ist mit seinem ersten Versuch, Gesteinsproben des Roten Planeten zu sammeln, gescheitert. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa veröffentlichte am Freitag zwar Bilder einer kleinen Aufschüttung mit einem Loch in der Mitte - es ist das erste Loch, das jemals von einem Roboter auf dem Mars gebohrt wurde. Von dem Rover übermittelte Daten zeigten jedoch an, dass bei der Bohrung kein Gestein eingesammelt wurde. Ingenieure überprüfen jetzt, was genau passiert ist.

Die Bohrung sei nicht der erhoffte Volltreffer geworden, räumte Wissenschaftschef Thomas Zurbuchen ein. "Wenn man Neuland betritt gibt es immer Risiken", sagte er. Doch werde das zuständige Nasa-Team nun an einer "Lösung" für das Einholen der Proben arbeiten.

Bohrloch in Mars-Krater wird nun untersucht

Projektwissenschaftler Ken Farley sagte, das Gestein habe womöglich andere Eigenschaften als angenommen. Als nächstes werde man das Bohrloch mit Hilfe der Kamera am Roboterarm des Rovers in Augenschein nehmen, um zu sehen, was da eigentlich drin ist. Das Gestein sei möglicherweise zerbrochen oder gar zu Sand zerbröselt.

Es ist ein bisschen enttäuschend, denn diese ganze komplizierte Maschinerie hat gut funktioniert, die Technik hat gut funktioniert - nur der Mars hat offenbar nicht mitgespielt.
Ken Farley

Er glaube aber nicht, dass es sich um ein langfristiges Problem handle. "Wir werden durchhalten" ("We will persevere"), sagte er in Anspielung auf den Namen des Rovers "Perseverance" ("Durchhaltevermögen").

Suche nach Anzeichen für mikrobisches Leben auf dem Mars

Das Sammeln von Gestein soll voraussichtlich elf Tage dauern. Ziel ist es, nach Anzeichen für uraltes mikrobisches Leben zu suchen, das möglicherweise in alten Seeablagerungen erhalten geblieben ist. Die Wissenschaftler erhoffen sich außerdem ein besseres Verständnis der geologischen Verhältnisse auf dem Mars.

Auf den Spuren mikrobiellen Lebens: Der Nasa-Rover sucht nach Antworten, in einem Krater, durch den früher wohl ein Fluss geflossen ist. Dafür hat er einige Ausrüstung im Gepäck.

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"Perseverance" hatte vor etwas über einem Jahr den US-Bundesstaat Florida verlassen und war im Februar im Jezero-Krater auf dem Mars gelandet. Wissenschaftler vermuten, dass dort vor rund 3,5 Milliarden Jahren ein tiefer See war, der sich im Laufe der Zeit mehrmals leerte und wieder füllte und geeignete Bedingungen für organisches Leben bot.

Nasa plant mit ESA Mission zum Rücktransport der Proben vom Mars

Bis die Wissenschaftler die Proben selbst analysieren können, wird es allerdings noch Jahre dauern: Erst in den 2030er Jahren plant die Nasa gemeinsam mit der Europäischen Weltraumbehörde (ESA) eine Mission, um die Proben auf die Erde zurückzuholen.

Mit der Landung auf dem roten Planeten erreichte die Nasa-Mars-Mission eine neue Etappe. Mit dabei ist auch ein Helikopter, der uns einen besseren Einblick geben soll. Wie das funktioniert, erklären wir in dieser 3D-Story:

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