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Umweltschutz - Wie die Einwegmaske nicht zum Problem wird

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Im ÖPNV und in Geschäften sind künftig nur noch medizinische Masken erlaubt. Damit die Umwelt nicht unter diesen Einwegmasken leidet, ist es wichtig, sie korrekt zu entsorgen.

Archiv: Eine weggeworfene Maske liegt zwischen Herbstlaub auf einer Straße.
Eine weggeworfene Maske liegt zwischen Herbstlaub auf einer Straße.
Quelle: dpa

Vorbei ist die Zeit, in der diskutiert wird, wer die stylischste Maske hat: Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten haben entschieden, dass in Zukunft selbstgenähte Stoffmasken für Besuche im Supermarkt nicht mehr ausreichen. Stattdessen müssen nun medizinische Masken - etwa OP-Masken, FFP2- oder FFP3-Masken - getragen werden.

Ein Vorstoß, der die Ausbreitung des Virus verhindern soll, gleichzeitig jedoch Risiken für den Klimaschutz birgt. Die Umweltorganisation Greenpeace befürwortet zwar aus gesundheitlicher Sicht die neuen Regelungen. Das Tragen von filternden Masken sei eine der effizientesten Maßnahmen gegen Sars-CoV-2, sagt Viola Wohlgemuth, Expertin bei Greenpeace für nachhaltigen Konsum. "Doch es ist wichtig, dass die Maßnahme nun nicht zu einer Umweltbelastung führt”, betont sie.

Einwegmasken enthalten nicht recyclebares Plastik

Das zu erwartende große Aufkommen an OP-Masken, die als Einwegmasken konzipiert seien und daher täglich entsorgt würden, könne sich schnell negativ auf die Umwelt auswirken.

Es ist wichtig, dass diese Masken nicht in der Natur landen.
Viola Wohlgemuth, Greenpeace

Das Problem sei, dass OP-Masken ebenso wie FFP-Masken teilweise aus Plastik bestehen und daher nicht verrotten. Dennoch gehörten die Masken nicht in den Gelben Sack, erklärt Wohlgemuth. Stattdessen müssten sie im Restmüll entsorgt werden, da die Masken nicht recyclebar seien.

Masken: ein wichtiges Mittel im Kampf gegen das Corona-Virus. Einmal benutzt, landen die Wegwerf-Produkte aber leider oft in der Natur.

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Umweltbundesamt: Maskenentsorung in Tonne für Restmüll

Das Umweltbundesamt sieht in der Pflicht zu medizinischen Masken bei einer richtigen Entsorgung keine Gefahren für die Umwelt: "Sofern die Einwegmasken nach ihrem Gebrauch ordnungsgemäß in die Restmülltonne geworfen werden, erwarten wir keine negativen Umweltauswirkungen", erklärt Susann Krause, Mitarbeiterin des Amtes. Denn dann landen die Masken in einer Müllverbrennungsanlage und würden sicher entsorgt: "Diese Anlagen verfügen in Deutschland über hohe Umweltstandards", sagt Krause.

Jedoch sieht auch die Ingenieurin eine achtlose Entsorgung der Masken als kritisch an. Würden die Masken einfach wahllos im öffentlichen Raum entsorgt werden, könne dies durchaus negative Einflüsse auf die Umwelt haben.

Wenn die Masken in der Natur landen, kann es zum einen dazu führen, dass Tiere wie beispielsweise Vögel Teile davon verschlucken, was zu gesundheitlichen Schäden der Tiere führt.
Susann Krause, Umweltbundesamt

Daneben führt sie an, dass Masken keinesfalls in Flüssen oder Seen entsorgt werden sollten. Denn dadurch könne eine umweltschädliche Kontamination von Böden oder Gewässern entstehen.

Studie: Medizinische Masken sind sicherer

Trotz möglicher negativer Auswirkungen auf die Umwelt hat die neue Maskenverordnung aus medizinischer Sicht Vorteile. Eine Studie der Uniklinik Marburg kam zu dem Ergebnis, dass Bürger*innen lieber zu medizinischen Masken greifen sollten.

Würden diese richtig sitzen, hätten sie einen besseren Filtereffekt als etwa Alltagsmasken. "Unsere Tests haben gezeigt, dass selbst die schlechteste medizinische Maske mindestens einen so guten Schutz aufweist wie die beste Stoffmaske", erklärt Christian Sterr, der die Studie in Marburg mit durchgeführt hat.

Was genau macht sie besser oder sicherer als herkömmliche Stoffmasken oder OP-Masken?

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FFP-Masken bieten Eigen- und Fremdschutz

Den besten Schutz liefern jedoch FFP2- oder FFP3-Atemschutzmasken, sofern sie richtig getragen werden. Dies bestätigt sowohl die Studie aus Marburg als auch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Würden die Masken korrekt sitzen, sei nämlich sowohl ein Fremd- als auch ein Eigenschutz geboten, so das Institut.

Auch die Greenpeace-Aktivistin Wohlgemuth favorisiert die FFP2-Masken: "Da diese Masken wesentlich stabiler sind als die OP-Masken, neigen die Leute seltener dazu, sie einfach in der Natur zu entsorgen." Denn leider sind Einwegmasken am Straßenrand mittlerweile zum umweltschädlichen Symbolbild der Pandemie geworden.

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