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Maurer zurück von der ISS : "Glücklich, wie die Mission gelaufen ist"

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Ein Jahr lang war Matthias Maurer auf der ISS. Bei seiner Rückkehr in Köln schildert er die Schönheit der Erde - und wie bedrückend es sei, was der Mensch ihr antue.

Gut ein halbes Jahr war Matthias Maurer auf der ISS. Seit heute ist er zurück in Deutschland. Die Welt ist eine andere als vor seinem Start im November.

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Als oben in der Flugzeugtür ein Mann im blauen Overall erscheint, brandet unter den Wartenden Applaus auf: Nach seiner Rückkehr zur Erde ist der Astronaut Matthias Maurer nun wieder in Deutschland angekommen.

Am frühen Samstagmorgen landete er mit einer Maschine der Luftwaffe auf dem militärischen Teil des Flughafens Köln/Bonn. Er sei zwar noch "recht wacklig auf den Beinen", fühle sich ansonsten aber "pudelwohl" und sei "glücklich, wie die ganze Mission gelaufen ist".

Nach rund sechs Monaten auf der ISS ist Matthias Maurer auf die Erde zurückgekehrt. Um 6:44 Uhr unserer Zeit ist der deutsche Astronaut erfolgreich nahe Florida gelandet.

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Klimawandel aus dem All erkennbar

Die Reise zur ISS sei für ihn ein Traum gewesen. "Es waren sehr viele schöne Eindrücke dort oben, ein wunderbarer Start, die Station ist unglaublich", so Maurer. Wenn es die Möglichkeit gibt, würde er auch noch ein zweites Mal ins All fliegen.

Es sei aber auch "bedrückend", die Schönheit der Erde zu sehen, gleichzeitig aber "auch die Erkenntnis noch einmal zu vertiefen, was wir Menschen dem Planeten antun". Dort sehe man zum Beispiel viele Feuer, wo der Regenwald abgeholzt wird.

Das zeigt einem, wie klein diese Welt eigentlich ist.
Matthias Maurer, ISS-Astronaut

"Man erkennt sehr viele offene Mienen, Tagebau, wo die Menschen Ressourcen aus unserer Erde rausschlagen", schildert Maurer. Und man sehe "natürlich auch den Klimawandel", wenn man den Blick aus dem All mit alten Daten vergleiche. Zum Beispiel den ausgetrockneten Aralsee. "Man sieht auch Gletscher in bestimmten Bereichen auf Karten eingezeichnet, die wir jetzt nicht mehr erkannt haben."

ISS sei ein Symbol für Kooperation und Freundschaft

Und auch der Krieg in der Ukraine hat nicht Halt vor der ISS gemacht. Die Kriegssituation sei für ihn "sehr bedrückend". "Ich komme jetzt von einer Insel, auf der alles in Ordnung ist", so Maurer. Die ISS habe 22 Jahre lang als Symbol für internationale Kooperation, Freundschaft und friedliche Zusammenarbeit der Menschen gestanden.

Von dort oben aus zu sehen, wie die Welt entgleist, das ist natürlich sehr bedrückend und sehr erschreckend. Das hat uns alle oben stark betroffen.
Matthias Maurer, ISS-Astronaut

Die russischen Kollegen seien für ihn trotzdem Weltraumbrüder und -schwestern. "Oben auf der ISS herrscht eigentlich Einigkeit. Jeder ist gegen das, was auf der Erde momentan passiert."

Erstmal noch kein Urlaub für Matthias Maurer

Matthias Maurer freue sich darauf, jetzt wieder "mehr Freiheit im eigenen Leben" zu haben. Auf der ISS sei man "eigentlich nie Herr seines Tagesablaufs". Ein paar Wochen müsse er darauf aber noch warten. "Jetzt stehen natürlich die wissenschaftlichen Auswertungen nach dem Flug noch an." Aber in der Zeit danach werde er dann hoffentlich auch ein bisschen Urlaub machen können.

Astronaut Matthias Maurer ist nach fast einem halben Jahr im All wieder auf der Erde gelandet. Verfolgen Sie den Ausstieg aus der Raumkapsel bei ZDFheute live.

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