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Bellut für mehr Zusammenarbeit - "Wir müssen ein Streaming-Netzwerk schaffen"

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Mehr Kooperation, mehr Vernetzung, die Kräfte bündeln: Die Digitalisierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks kann nur gemeinsam funktionieren, so ZDF-Intendant Thomas Bellut.

ZDF-Intendant Thomas Bellut.
ZDF-Intendant Thomas Bellut.
Quelle: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Die Digitalisierung beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk kann nach Ansicht des ZDF-Intendanten Thomas Bellut nur in Kooperation der einzelnen Sender gelingen. Bellut sagte am Dienstag bei einem Online-Podium der Medientage Mitteldeutschland in Leipzig:

Es macht keinen Sinn, sich alleine aufzustellen.
Thomas Bellut, ZDF-Intendant

"Wir müssen ein Streaming-Netzwerk schaffen", sagte Bellut. So etwa könnten Mediatheken auf einer Plattform gebündelt werden. Dort könnten Programme vernetzt werden. Offen sollten die Sender auch für Partnerschaften sein, etwa mit Museen.

Bellut: Müssen und von pivaten Anbietern unterscheiden

In jedem Fall aber müssten sich öffentlich-rechtliche Angebote von privaten unterscheiden, sagte Bellut. Der Anteil an Informationsprogrammen liege beim ZDF derzeit bei etwa 45 Prozent.

MDR-Intendantin Karola Wille äußerte sich ähnlich. Sie sprach sich erneut für ein "Kommunikationsnetzwerk der öffentlich-rechtlichen Sender" aus, um den gesellschaftliche Diskurs am Laufen zu halten und einen Zusammenhalt zu befördern. Wichtig sei auch, Nutzer, Zuschauer, Zuhörerinnen zu beteiligen.

Schwierige Finanzierung durch ausgebliebene Beitragserhöhung

Wegen der vorerst ausgebliebenen Beitragserhöhung für die öffentlich-rechtlichen Sender sei die Finanzierungsfrage im Moment sehr schwierig, sagte Bellut. Schon im nächsten Jahr würden dem ZDF rund 150 Millionen Euro fehlen. Daher könnten weniger neue Aufträge vergeben werden, der Anteil an Wiederholungen im Programm werde steigen.

Auch WDR-Intendant Tom Buhrow äußerte bei den Medientagen Mitteldeutschland die Erwartung, dass die Inhalte der öffentlich-rechtlichen Sender bis zum Ende des Jahrzehnts "unter einem Dach" leichter im Internet auffindbar sein werden. Allerdings werde es "immer auch eine lineare Verbreitung geben", sagte der amtierende ARD-Vorsitzende. Wille betonte, es brauche unterschiedliche Angebote - Hörfunk, Fernsehen und Onlinemedien.

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