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Queen gibt Enkel Harry ihren Segen

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"Megxit" - Queen gibt Enkel Harry ihren Segen

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Die britische Königin geht anscheinend wohlwollend mit den Rückzugsplänen ihres Enkels Harry um. Doch heikle Fragen müssen in den nächsten Tagen noch geklärt werden.

Queen Elizabeth II.
Queen Elizabeth II.
Quelle: epa

Die britische Königin Elizabeth II. hat dem Wunsch ihres Enkels Prinz Harry nach einem Rückzug aus der ersten Reihe des britischen Königshauses zugestimmt. Sie hätte es vorgezogen, wenn Harry und seine Frau Meghan sich weiter voll für das Königshaus engagiert hätten, doch sie respektiere deren Wunsch nach Unabhängigkeit, erklärte die Queen nach einem Treffen der wichtigsten Familienmitglieder. Das Gespräch sei "sehr konstruktiv" gewesen, teilte der Palast mit.

Ihre Familie und sie selbst unterstützten den Wunsch von Harry und Meghan, ein "neues Leben als junge Familie zu schaffen", betonte die Queen. "Obwohl wir es vorgezogen hätten, dass sie weiterhin in Vollzeit arbeitende Mitglieder der königlichen Familie bleiben, respektieren und verstehen wir ihren Wunsch, ein unabhängiges Leben als Familie zu führen und gleichzeitig ein wertvoller Teil meiner Familie zu bleiben." Das Paar Harry und Meghan hatte im Mai 2018 geheiratet. Ihr Sohn Archie ist acht Monate alt und derzeit in Kanada.

Herzogin Meghan, Prinz Harry und Queen Elizabeth
Herzogin Meghan, Prinz Harry und Queen Elizabeth (von links)
Quelle: AP

Harry und Meghan hatten vergangene Woche verkündet, sie wollten etwas Abstand von ihren Pflichten als ranghohe Vertreter des Königshauses nehmen, daran arbeiten, finanziell unabhängig zu werden und ihre Zeit zwischen Großbritannien und Nordamerika aufteilen. Die Königin war davon nicht informiert und bat Harry deshalb zu einem Treffen, an dem auch Harrys Vater Prinz Charles und Harrys älterer Bruder William teilnehmen sollten.

Einige Fragen bleiben offen

Das Königshaus teilte anschließend mit, man habe sich auf eine "Übergangszeit" geeinigt, in der Harry und Meghan Zeit in Kanada und in Großbritannien verbringen würden. Es gebe zudem immer noch einige Fragen, die die Königin "in den kommenden Tagen" lösen wolle.

Die Ankündigung des Herzogs und der Herzogin von Sussex (Meghans offizieller Titel) ließ nämlich viele Fragen unbeantwortet. Offen war unter anderem, wie viel Geld die beiden künftig noch von Prinz Charles erhalten - bisher finanziert der Thronfolger aus seinem Privatvermögen laut Presseberichten 95 Prozent von Harrys Etat. Es ist für das Paar jedoch nicht so einfach, eigenes Geld zu verdienen, ohne in Interessenskonflikte zu geraten. Geregelt muss auch werden, wer künftig für die Kosten seiner Leibwächter aufkommen soll - und ob es seine royalen Titel behalten wird.

Gerüchte über Zerwürfnis zurückgewiesen

Kurz zuvor hatten Harry und William scharfe Kritik am Bericht einer britischen Zeitung über ihr Verhältnis zueinander geübt. In einer Stellungnahme schrieben die Royals: "Für Brüder, die sich so sehr um die Fragen der psychischen Gesundheit sorgen, ist der Gebrauch von aufrührerischer Sprache auf diese Weise beleidigend und potenziell schädlich." In der Mitteilung wurde der Name der Zeitung nicht genannt. Ein Sprecher des Buckingham-Palastes teilte der Deutschen Presse-Agentur aber auf Anfrage mit, dass es sich um die "Times" handele. Die Zeitung hatte in ihrer Montagsausgabe behauptet, dass sich Prinz Harry und Herzogin Meghan von William schikaniert fühlten.

William und Harry, die ihre Mutter Diana durch einen Autounfall vor mehr als 20 Jahren in Paris verloren hatten, waren einst unzertrennlich - doch seit geraumer Zeit verstehen sie sich nicht mehr so gut. In einem Fernsehinterview anlässlich einer Afrikareise hatte Harry vor wenigen Monaten eingeräumt: "Wir sind derzeit sicherlich auf unterschiedlichen Pfaden." Harry und Meghan verließen den Kensington-Palast in London, auf dessen Grundstück sie mit William und Kate (38) gelebt hatten. Derzeit wohnen sie in Windsor.

Britische Zeitungen spekulierten, dass Meghan länger mit ihrem acht Monate alten Sohn Archie in Kanada bleibt - weil sie ihre Hunde nach Nordamerika mitgenommen habe. Harry und Meghan waren in den vergangenen Monaten immer stärker in die Kritik geraten. So war ihnen etwa vorgeworfen worden, dass sie zu sehr auf ihr Privatleben pochten, Privatjets nutzten und Meghans Garderobe teils unpassend sei.

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