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In Tijuana und Veracruz : Zwei Journalisten in Mexiko getötet

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Seit Anfang des Jahres wurden in Mexiko bereits zwei Journalisten getötet. Beide Journalisten hatten zum Thema organisierte Kriminalität recherchiert.

Eine Luftaufnahme der Stadt Tijuana in Mexiko
In der Grenzstadt Tijuana wurde am Montag der Fotojournalist Margarito Martínez erschossen. Sein Kollege José Luis Gamboa war wenige Tage zuvor in Veracruz am Golf von Mexiko gestorben.
Quelle: Reuters (Archiv)

Bereits zum zweiten Mal im neuen Jahr ist in Mexiko ein Journalist getötet worden. Der Fotojournalist Margarito Martínez wurde nach ersten Informationen am Montag beim Verlassen seines Zuhauses in Tijuana erschossen, wie seine Ehefrau und Medien, für die er arbeitete, berichteten.

Der 49-Jährige hatte in der nordwestmexikanischen Stadt an der Grenze mit den USA für mehrere lokale und auch internationale Medien Fotos gemacht, vor allem für Berichte über Kriminalität. In Tijuana sind kriminelle Banden aktiv, die Drogen und Migranten in die USA schmuggeln und Menschen entführen.

Zweiter Angriff in Veracruz

Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar. Nach Angaben von Kollegen hatte Martínez mit einer Person Ärger gehabt, die in den Drogenhandel verwickelt sein soll. Einer der Arbeitgeber von Martínez, das Magazin "Zeta", berichtete von einem Streit mit einem Nachbarn.

Ebenfalls am Montag teilten Mediengruppen mit, dass in Veracruz am Golf von Mexiko der Direktor der Online-Nachrichtenseite Inforegio, José Luis Gamboa, getötet worden sei. Reporter ohne Grenzen teilte mit, Gamboa habe vehement die Beziehungen zwischen örtlichen Behörden und dem organisierten Verbrechen kritisiert. Berichten zufolge erlag er Stichverletzungen. Er sei bereits am 10. Januar in einem Krankenhaus gestorben. Seine Angehörigen seien erst am 14. Januar informiert worden.

Mexiko "gefährlichstes Land für Journalisten"

Mexiko war im vergangenen Jahr nach einem Bericht der Organisation Reporter ohne Grenzen das dritte Jahr in Folge das gefährlichste Land für Journalisten. Demnach wurden in dem nordamerikanischen Staat im Jahr 2021 sieben Journalisten im Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet - an zweiter Stelle lag Afghanistan mit sechs solcher Fälle.

Der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador verunglimpft kritische Journalisten immer wieder öffentlich als Lügner.In dem lateinamerikanischen Land, in dem etwa 126 Millionen Menschen leben, gibt es allgemein sehr viel Gewalt - vor allem im Zusammenhang mit Drogenkriminalität. Zuletzt wurden fast 100 Morde pro Tag registriert, die meisten Taten werden nie aufgeklärt.

Reporter ohne Grenzen - Weltweit 488 Medienschaffende in Haft 

Noch nie zuvor waren so viele Journalisten weltweit in Haft wie 2021, laut Jahresbericht von "Reporter ohne Grenzen". Vor allem in Osteuropa ist die Zahl massiv gestiegen.

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von Barbara Völkel
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