Mindestens 40 Tote bei Minenunglück in türkischem Bergwerk

    Explosion in türkischem Bergwerk:Zahl der Toten bei Minenunglück steigt auf 40

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    In einem türkischen Bergwerk ist es zu einer Explosion gekommen. Dabei starben mindestens 40 Menschen. 26 tote Bergarbeiter konnten inzwischen identifiziert werden.

    Die Zahl der Toten bei dem Grubenunglück im Nordosten der Türkei ist auf mindestens 40 gestiegen. "Wir haben insgesamt 40 Tote gezählt, 58 Bergleute konnten sich selbst retten oder mit Hilfe der Einsatzkräfte gerettet werden", sagte Innenminister Süleyman Soylu am Samstag vor Ort. Das Ende der Bergungsarbeiten stehe kurz bevor, sagte der sichtlich erschütterte Energieminister Fatih Dönmez unter Tränen.
    26 Tote seien inzwischen identifiziert. Die Suche nach einem weiterhin vermissten Bergarbeiter werde fortgesetzt, sagte Dönmez. Das Feuer in den Stollen sei nun "größtenteils unter Kontrolle".
    Nach Angaben der Behörden wurde die Explosion durch eine Methangasexplosion ausgelöst.

    Innenminister: 49 Arbeiter in gefährdetem Teil von Mine

    Zelte, Rettunsgfahrzeuge und Rettungskräfte stehen in der Dämmerung vor dem türkischen Bergwerk.
    Es wird davon ausgegangen, dass noch weitere Menschen in der Mine eingeschlossen sind.
    Quelle: Reuters

    Nach Angaben des türkischen Innenministers Süleyman Soylu befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks 110 Arbeiter in der Mine, davon 49 in einem gefährdeteren tieferen Teil.
    Präsident Recep Tayyip Erdogan teilte auf Twitter mit, er werde den Unglücksort am Samstag besuchen, um die Rettungsmaßnahmen zu "koordinieren". Eine Untersuchung des Vorfalls sei eingeleitet worden.

    Oppositionspartei wirft Behörden vor, Warnung ignoriert zu haben

    Die größte Oppositionspartei, die sozialdemokratische CHP, teilte mit, die Behörden hätten einen Bericht des Rechnungshofs aus dem Jahr 2019 ignoriert, in dem vor der Gefahr einer Grubengasexplosion in dieser Mine gewarnt worden sei.
    In den vergangenen Jahren gab es schwere Minenunfälle in der Türkei, teils wegen mangelhafter Sicherheitsvorschriften. 2014 starben bei einer Explosion in einer Kohlenmine in der Provinz Manisa in der Ägäis-Region insgesamt 301 Menschen.
    Quelle: dpa, AP