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Mittelamerika: Mehr als 70 Tote nach Hurrikan

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Erdrutsche und Überschwemmungen - Mittelamerika: Mehr als 70 Tote nach Hurrikan

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Hurrikan "Eta" sorgt für schwere Erdrutsche und Überschwemmungen in Mittelamerika. Mindestens 70 Menschen sterben. Es ist der 28. Tropensturm im Atlantik in der laufenden Saison.

Mittelamerika wurde hart vom Hurrikan „Eta“ getroffen – bisher starben bereits mehr als 70 Menschen. Die Gefahr von Erdrutschen ist aufgrund der Wassermassen gestiegen.

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Bei schweren Unwettern in Mittelamerika sind mindestens 70 Menschen ums Leben gekommen. "Eta" war als Hurrikan der zweitstärksten Kategorie vier in Nicaragua auf Land getroffen, hatte sich dann auf dem Weg nach Honduras zwar zu einem tropischen Tiefdruckgebiet abgeschwächt, aber in der ganzen Region für heftigen Regen gesorgt.

Allein in Guatemala starben mehr als 50 Menschen, wie Präsident Alejandro Giammattei mitteilte. In Honduras starben 13 Menschen, in Panama fünf sowie in Costa Rica und Nicaragua jeweils zwei Menschen. Die Zahl der Opfer könnte allerdings noch deutlich steigen.

Guatemala: 25 Häuser verschüttet

Im Nordwesten Guatemalas löste der Sturm schwere Erdrutsche aus, wodurch Dutzende Menschen ums Leben kamen. Mindestens 25 Häuser in der Region Norteño wurden von den Erdmassen begraben, so Giammattei. Der Zugang zu dem Gebiet auf dem Landweg sei derzeit unmöglich, da die Straßen durch den Sturm zerstört worden seien.

In Honduras rief die Regierung die Menschen in den tieferen Gebieten des Sula-Tals im Nordwesten des Landes dazu auf, sich in Sicherheit zu bringen. "Der Pegelstand des Flusses Ulúa hat 15 Meter überschritten", teilte das Präsidialamt mit. "Die Überschwemmungen werden katastrophal sein."

Rettung mit Booten und Helikoptern

Mit Schnellbooten und Helikoptern holten Soldaten und Polizisten die Menschen aus den besonders gefährdeten Gebieten. Allerdings konnten die Einsatzkräfte offenbar nicht allen Opfern des Unwetter zügig helfen.

"Niemand reagiert. Wir haben die Einsatzkräfte angerufen, aber niemand antwortet", sagte ein Mann aus dem Departement Cortés in einem im Internet veröffentlichten Video. "Das Wasser geht nicht zurück, wir sind alle auf den Dächern. Bitte schickt dringend ein Boot."

Steigende Gefahr von Erdrutschen

Das Tiefdruckgebiet bewegt sich nur langsam fort und bringt viel Regen mit. Nach einer ergiebigen Regenzeit in den vergangenen Monaten sind viele Böden allerdings bereits durchnässt und können kaum weiteren Regen aufnehmen. Dadurch steigt die Gefahr von Erdrutschen.

"Eta" ist der 28. Tropensturm im Atlantik in der laufenden Saison. So viele Tropenstürme gab es bislang nur im Jahr 2005. Die Hurrikan-Saison in der Karibik dauert noch bis zum 30. November.

Das Video zeigt, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, damit ein Hurrikan entsteht.

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"Eta" zieht jetzt in Richtung Karibik

"Eta" dürfte nach der Prognose des US-Hurrikanzentrums nun weiter über Honduras und dann erneut auf die Karibik hinausziehen. Am Wochenende könnte der Tropensturm dann auf Kuba und die Kaimaninseln treffen.

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