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Nach fast 20 Jahren - Ermittlungen im Fall Peggy eingestellt

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Fast 20 Jahre nach Peggy Knoblochs Tod werden die Ermittlungen in dem Mordfall eingestellt. Wie genau das Mädchen zu Tode kam, bleibt fürs Erste ungeklärt.

Archiv: Ein Absperrband der Polizei umzäunt ein Waldstück an einer Verbindungsstraße zwischen Rodacherbrunn in Thüringen und Nordhalben in Bayern.
Die Ermittlungen im Mordfall Peggy werden ohne Aufklärung eingestellt (Archivbild).
Quelle: dpa

Mehr als 19 Jahre nach dem Verschwinden der damals neunjährigen Peggy aus Oberfranken sind die Ermittlungen eingestellt worden.

Sterbliche Überreste wurden 2016 in Thüringen gefunden

Der Tatverdacht gegen einen Bestatter ließ sich nicht erhärten, wie die Staatsanwaltschaft Bayreuth mitteilte. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet.

Peggy war am 7. Mai 2001 auf dem Heimweg von der Schule verschwunden. Im Juli 2016 wurden Teile ihres Skeletts in einem Wald bei Rodacherbrunn im thüringischen Saale-Orla-Kreis gefunden, knapp 20 Kilometer von Peggys Heimatort Lichtenberg (Landkreis Hof) entfernt.

Bestatter widerrief sein Geständnis

Wie genau sie zu Tode kam, ist bis heute ungeklärt. Ein Mann aus dem Landkreis Wunsiedel hatte vor zwei Jahren zugegeben, das tote Mädchen mit seinem Auto in den Wald gebracht zu haben. Er bestritt jedoch, Peggy getötet zu haben.

Das leblose Kind habe er damals von einem Bekannten an einer Bushaltestelle übernommen. Später widerrief der Bestatter sein Geständnis. Die Informationen reichen laut Staatsanwaltschaft nicht für eine Mord-Anklage aus.

Spur zum NSU war Panne in der Spurensicherung

Andere Anklagepunkte wie Strafvereitelung seien verjährt und könnten nicht mehr zur Anklage gebracht werden.

Im Laufe der Jahre gab es bei den Ermittlungen im Fall Peggy bereits mehrere Verdächtige. Besonders bekannt wurde der Fall eines geistig behinderten Mannes, den ein Gericht 2004 als Peggys Mörder verurteilte, der aber zehn Jahre später in einem Wiederaufnahmeverfahren freigesprochen wurde.

Zudem entdeckten Ermittler am Fundort von Peggys Skelett DNA-Spuren des NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt. Diese stellten sich später aber als Verunreinigung eines Geräts der Spurensicherung heraus.

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