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Minister Müller fürchtet "Hitze-Apokalypse"

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Klimawandel - Minister Müller fürchtet "Hitze-Apokalypse"

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Laut Entwicklungsminister Müller droht der Erde ein Katastrophen-Szenario, wenn man die Klimakrise nicht ernster nimmt. Rund 60 UN-Staaten geben ein "Versprechen für die Natur" ab.

Zwei Frauen laufen über von der Dürre aufgebrochene Erde in einem Dorf in Kenia. Entwicklungsminister Müller befürchtet ein weltweites Katastrophen-Szenario, wenn die Menschheit nicht viel entschlossener die Klimakrise bekämpft.
Eine Hitzeapokalypse befürchtet Entwicklungsminister Müller. "Wir retten das Weltklima nicht allein in Deutschland", sagte der Minister auch.
Quelle: dpa (Archiv)

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller malt ein düsteres Bild für den Planeten Erde, sollte die Menschheit den Klimawandel nicht entschlossener bekämpfen. "Lassen wir die Entwicklung so weiterlaufen, dann kommt unser Planet an den Rand der Hitze-Apokalypse", sagte der CSU-Politiker dem Portal t-online.

20 Millionen Menschen hätten schon aus Dürreregionen fliehen müssen, weil sie keine Lebensgrundlage mehr haben. Das Pariser Klimaabkommen von 2015 sei zwar ein großartiger Erfolg gewesen. Aber:

Nur 8 der 193 Staaten sind auf Kurs. Und selbst wenn alle Staaten ihre Klimaziele einhalten, reicht das nicht aus, um die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen.
Gerd Müller, Entwicklungsminister

Die größte Chance, um den Planeten klimaneutral zu machen, liege in Afrika, sagte der Minister. Die Hälfte der Bevölkerung dort, 600 Millionen Menschen, habe keinen Zugang zu Elektrizität. "Wenn sie alle eine Steckdose auf Basis von Kohle bekommen, müssten Hunderte neue Kohlekraftwerke gebaut werden. Gehen diese Klimakiller alle ans Netz, erreichen wir die Klimaziele nie!"

Investitionsoffensive Europas für Klimaschutz

Die Antwort müsse eine Investitionsoffensive Europas sein, damit Afrika der grüne Kontinent der erneuerbaren Energie wird. Müller sagte, es sei wichtig, hier in Deutschland in Klimaschutz zu investieren. "Aber es muss sich auch die Erkenntnis durchsetzen: Wir retten das Weltklima nicht allein in Deutschland. 98 Prozent des CO2-Ausstoßes findet außerhalb Deutschlands statt."

Kleiner Eisberg in der Antarktis

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Mehr als 60 UN-Staaten geben "Versprechen für die Natur"

Staats- und Regierungschefs aus mehr als 60 Ländern haben unterdessen mit einer gemeinsamen Erklärung ihre Absicht unterstrichen, sich stärker für den Erhalt der weltweiten biologischen Vielfalt einzusetzen. Sie verabschiedeten in New York am Rande der UN-Generaldebatte gemeinsam ein so genanntes "Versprechen für die Natur". In dem Dokument heißt es:

Indem wir dieses Versprechen für die Natur unterstützen, verpflichten wir uns nicht einfach nur zu Worten, sondern zu bedeutsamen Taten und gegenseitiger Rechenschaft, um die Krise des Planeten anzugehen".
"Versprechen für die Natur"

Unter anderem solle unregulierte Fischerei und Wilderei gestoppt werden und bis 2050 kein Plastikmüll mehr in die Meere gelangen. Zu den Unterstützern gehörten unter anderem Frankreich, Großbritannien und Deutschland.

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USA, China und Brasilien nicht dabei

"Die Biodiversität ist unsere Lebensversicherung: Sie liefert saubere Luft und Wasser, Essen, Baumaterial und Kleidung. Sie schafft Jobs und Lebensunterhalt", sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) per Video-Botschaft.

Zahlreiche große Staaten wie beispielsweise Brasilien, Indien, die USA und China beteiligten sich nicht an der Aktion.

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