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Raumfahrt-Geschichte - Nasa-Sonde nimmt Probe von Asteroid

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Historischer Moment für die Raumfahrt: Die Nasa-Sonde "Osiris Rex" entnimmt eine Probe vom Asteroiden Bennu. Dieser gilt als gefährlich und soll deshalb genau erforscht werden.

Die NASA-Raumsonde Osiris Rex im Anflug auf den Asteroiden Bennu, von wo sie anschließend eine Probe entnimmt.
Die NASA-Raumsonde Osiris Rex beim Entnehmen einer Probe des Asteroiden Bennu.
Quelle: NASA/Goddard/University of Arizona/HANDOUT/EPA-EFE/Shutterstock

Im Kontrollzentrum der Nasa herrscht Jubel und Applaus: Nach einem mehrstündigen Flugmanöver ist es der Sonde "Osiris Rex" geglückt, als erster US-Flugkörper, eine Probe von einem Asteroiden zu entnehmen. Diese soll in rund drei Jahren zurück zur Erde geschickt werden.

"Der Flugkörper hat all das gemacht, was er machen sollte", sagte Dante Lauretta, Chef-Wissenschaftler der Mission.

Ich kann nicht glauben, dass wir das hinbekommen haben. Das ist historisch, das ist wunderbar.
Dante Lauretta

Ob die entnommene Probe verwertbar sei und ausreiche, werde sich jedoch erst in den kommenden Tagen herausstellen, nachdem "Osiris Rex" weitere Daten zur Erde gesandt habe, sagte Lauretta. Die Nasa-Wissenschaftler hoffen auf etwa 60 bis 2.000 Gramm Staub, Geröll und Gestein.

Der Sonde Osiris Rex ist es gelungen, Boden-Proben von einem Asteroiden zu entnehmen. Forscher erhoffen sich von den Ergebnissen neue Erkenntnisse über unser Sonnensystem.

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Sonde geht mit Asteroid auf Tuchfühlung

Die Sonde hatte ihren Platz in der Umlaufbahn des Asteroiden Bennu vorübergehend verlassen und sich ihm bis auf wenige Meter genähert. Mit einer Art Roboter-Arm berührte sie die Oberfläche des Asteroiden etwa fünf Sekunden lang und stieß dabei unter Druck gesetzten Stickstoff aus, um Probenmaterial aufzuwirbeln.

Nach dem Aufsaugen der Probe entfernte sich die Sonde wieder von Bennu und machte sich auf den Weg zurück in ihre Umlaufbahn. Die Nasa hatte das Manöver zuvor zweimal erfolgreich geprobt.

Jubel im Nasa-Kontrollzentrum

Als der erfolgreiche Abschluss des Manövers im Nasa-Kontrollzentrum im US-Bundesstaat Maryland bekanntgegeben wurde, sprangen viele der Wissenschaftler - alle in blauen T-Shirts und mit Schutzmasken - in die Höhe, klatschten und jubelten. Einige hatten Tränen in den Augen.

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"Die Emotionen sind riesig", sagte Chef-Wissenschaftler Lauretta. "Alle sind sehr stolz." Auch Nasa-Chef Jim Bridenstine gratulierte: "Diese wunderbare Premiere für die Nasa zeigt, wie ein unglaubliches Team aus dem ganzen Land zusammengekommen ist und unwahrscheinliche Hürden überwunden hat, um die Grenzen unseres Wissens zu erweitern."

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"Osiris Rex" war im September 2016 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral gestartet und rund zwei Jahre später bei Bennu angekommen. Seitdem umkreist die etwa sechs Meter lange und 2.100 Kilogramm schwere Sonde den Asteroiden und untersucht ihn mit ihren wissenschaftlichen Instrumenten und Kameras.

Bennu könnte der Erde gefährlich werden

Der tiefschwarze Bennu hat einen Durchmesser von rund 550 Metern und könnte der Erde in gut 150 Jahren recht nahe kommen. Auch wenn das Einschlagrisiko sehr gering ist, zählt die Nasa Bennu zu den gefährlichsten derzeit bekannten Asteroiden - und will ihn deshalb ganz genau erforschen.

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