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Gefahrenabwehr-Test im All - Nasa-Sonde soll in Asteroiden krachen

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"Asteroid Dimorphos: Wir kriegen Dich": Erstmals hat die Nasa eine Sonde gestartet, die in einen Asteroiden krachen und so dessen Flugbahn ändern soll. Ein Test zur Gefahrenabwehr.

Zum ersten Mal soll eine Sonde durch einen gezielten Beschuss die Flugbahn eines Asteroiden verändern. Nasa und Esa haben die Dart-Sonde heute ins All geschossen.

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Das Fluggerät startete am Mittwochmorgen deutscher Zeit mithilfe einer "Falcon 9"-Rakete vom Luftwaffenstützpunkt Vandenberg im Bundesstaat Kalifornien aus. "Asteroid Dimorphos: Wir kriegen Dich", twitterte die US-Raumfahrtbehörde Nasa kurz nach dem Start.

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Die Nasa will mit der "Dart" (Pfeil) getauften Mission testen, wie sie die Erde vor Meteoriteneinschlägen schützen kann. Die Sonde ist kleiner als ein Auto und wird von zwei langen Solarpanels flankiert.

Sie soll im Herbst kommenden Jahres, in etwa zehn Monaten, einen Asteroiden von der Größe eines Fußballfeldes (160 Meter Durchmesser) mit einer Geschwindigkeit von rund 24.000 Kilometern pro Stunde treffen.

Um die Erde vor möglichen Asteroideneinschlag zu schützen, haben Nasa und Esa eine Sonde ins All geschickt. Diese soll durch gezielten Beschuss die Flugbahn eines harmlosen Asteroiden verändern.

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Generalprobe für den Ernstfall

Dieser Asteroid stellt keine Bedrohung für die Erde dar. Es handelt sich vielmehr um eine Generalprobe für den Ernstfall, dass ein großer Himmelskörper tatsächlich auf Kollisionskurs mit der Erde ist. Tom Statler, ein an der Mission beteiligter Nasa-Wissenschaftler, sprach vor Journalisten von einem "historischen" Test.

Zum ersten Mal wird die Menschheit die Bewegung eines natürlichen Himmelskörpers im Weltraum verändern.
Tom Statler, Nasa-Wissenschaftler

Die US-Weltraumagentur Nasa hat die geplante US-Mondlandung im Jahr 2024 um mindestens ein Jahr verschoben. Grund seien unter anderem die hohen Kosten.

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Dimorphos umkreist einen größeren Asteroiden mit dem Namen Didymos (780 Meter Durchmesser). Zum Zeitpunkt der Kollision wird das Gespann rund elf Millionen Kilometer von der Erde entfernt sein. Der Zusammenstoß soll den Kurs des Asteroiden nur leicht verändern.

"Das ist eine sehr kleine Änderung, aber es könnte alles sein, was wir tun müssen, um einen Asteroiden vom Kollisionskurs mit der Erde abzulenken", sagte Statler - "vorausgesetzt, wir entdecken den Asteroiden früh genug".

Keine Bedrohung durch Asteroide

Die "Dart"-Mission, bei der eine Rakete der Raumfahrtfirma SpaceX von Tesla-Gründer Elon Musk zum Einsatz kommt, kostet 330 Millionen Dollar (290 Millionen Euro).

Derzeit gibt es etwas mehr als 27.500 Asteroiden in Erdnähe, und "keiner von ihnen stellt in den nächsten hundert Jahren eine Bedrohung dar", sagte der Direktor für wissenschaftliche Missionen bei der Nasa, Thomas Zurbuchen.

Als potenzielle Bedrohung stuft die Nasa Asteroiden mit einer Größe von mehr als 140 Metern ein. Diese könnten bei einem Aufprall auf die Erde ganze Städte oder Regionen verwüsten. Schätzungen zufolge kommt so ein Einschlag alle 20.000 Jahre vor.

Erstmals seit drei Jahren ist mit Matthias Maurer wieder ein deutscher Astronaut im All. Sehen Sie hier den kompletten Start der Rakete im Video.

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"Hera"-Mission untersucht 2024 die Folgen

Nach dem Aufprall soll die rund zwölfstündige Umlaufbahn von Dimorphos um mindestens 73 Sekunden und möglicherweise bis zu zehn Minuten kürzer dauern.

2024 soll die Esa-Mission "Hera" starten, um die Auswirkungen des Aufpralls genauer zu untersuchen.

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