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Abwehr-Test im Weltraum : Nasa lässt Sonde in Asteroiden krachen

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Planetare Verteidigung: Erstmals ist eine Sonde der Nasa bei einem Abwehr-Test in einen Asteroiden gekracht. Ziel war, die Flugbahn zu ändern. Die Nasa zeigt spektakuläre Bilder.

Zum ersten Mal ist ein Raumsonde absichtlich mit einem Asteroiden kollidiert. Ziel ist es, die Erde in Zukunft vor herannahenden Himmelskörpern zu schützen.

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3 min
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Die nur mit einer Kamera ausgestattete unbemannte Sonde der Mission "Dart" (Double Asteroid Redirection Test) steuerte in der Nacht zum Dienstag wie geplant in den Asteroiden Dimorphos, wie die Nasa mitteilte.

Aufprall bestätigt für die weltweit erste Testmission zur planetaren Verteidigung.
Nasa

Es klingt ein bisschen nach Sci-Fi-Film: Bei der DART-Mission wird geübt, einen Asteroiden aus der Bahn zu stoßen - um so im Ernstfall zu vermeiden, dass er mit der Erde kollidiert.

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2 min
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Versuch, Flugbahn des Asterioden zu verändern

Es handelt sich dabei um einen ersten Versuch, ob es möglich sein könnte, die Flugbahn eines Asteroiden auf diese Weise abzuändern. Dimorphos, eine Art Mond des Asteroiden Didymos mit einem Durchmesser von rund 160 Metern, stellt Berechnungen der Nasa zufolge derzeit keine Gefahr für die Erde dar - und die Mission ist so angelegt, dass der Asteroid auch nach dem Aufprall der Sonde keine Gefahr darstellen soll.

Die Nasa zeigte den Aufprall der Sonde live im Video:

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Die Raumsonde DART ist im November 2021 gestartet und raste mit einer Geschwindigkeit von 22.000 Kilometern pro Stunde durchs Weltall. Sie näherte sich einem beweglichen Objekt, das elf Millionen Kilometer von der Erde entfernt ist.

Elf Millionen Kilometer von der Erde entfernt

Der Aufprall verändert den Orbit des kleineren Asteroiden Dimorphos geringfügig, was sich wiederum auf die Umlaufbahn des gesamten Doppelsystems auswirkt. So soll die rund zwölfstündige Umlaufbahn des Systems um mindestens 73 Sekunden verringert werden.

Wie die Abwehr von Asterioden funktionieren soll, erklären wir grafisch im Video:

Die NASA hat erstmals einen Asteroiden absichtlich mit einer Sonde kollidieren lassen. Barbara Hahlweg erklärt warum!

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Ziel im Notfall: Umlaufbahn verändern, Menschheit retten

Von der rund 330 Millionen Dollar teuren Mission erhofft sich die Nasa Erkenntnisse darüber, wie die Erde vor herannahenden Asteroiden geschützt werden könnte.

Forscher hoffen, dass sich durch den Aufprall der Sonde auf dem Asteroiden ein Krater gebildet hat und Gestein sowie Schutt ins All geschleudert worden sind - aber vor allem, dass sich Dimorphos' Umlaufbahn geändert hat. Ob und inwiefern sich dessen Pfad verschoben hat, wird aber erst in Tagen oder gar Wochen bekannt sein.

Nasa-Chef erinnert an Film "Armageddon"

"Nein, das ist keine Filmhandlung", betonte Nasa-Chef Bill Nelson am Montag auf Twitter. In einer Videobotschaft fügte er hinzu: "Wir alle haben es in Filmen wie "Armageddon" gesehen, aber im echten Leben steht viel auf dem Spiel."

Von den Milliarden Asteroiden und Kometen in unserem Sonnensystem werden nur sehr wenige als potenziell gefährlich für die Erde eingestuft. Für die kommenden 100 Jahre wird mit keinem Einschlag gerechnet. Aber "ich garantiere Ihnen, wenn man lang genug wartet, wird es ein Objekt geben", sagte Nasa-Chefwissenschaftler Thomas Zurbuchen.

Millionen Asteroiden treiben durch unser Sonnensystem. Der nächste Einschlag ist nur eine Frage der Zeit. Doch es gibt Ideen, uns zu schützen: die Raumsonde DART.

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28 min
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Einschläge: Dinosaurier-Aussterben und Wucht einer Atombombe

Das lehrt auch die Weltraum-Geschichte: Vor etwa 66 Millionen Jahren schlug im heutigen Mexiko der rund zehn Kilometer große Chicxulub-Asteroid ein. Er sorgte für einen Dauer-Winter und wird mit dem Aussterben der Dinosaurier sowie drei Viertel aller übrigen damaligen Arten in Verbindung gebracht.

Der Einschlag eines Asteroiden von der Größe von Dimorphos hätte zwar nur regionale Auswirkungen. Er hätte aber mehr Wucht als jede Atombombe und könnte eine ganze Stadt zerstören.

Kann die DART-Mission die Erde retten? Fragen und Antworten zur Mission:

FAQ

Asteroiden-Abwehr im Weltall - Kann die DART-Mission die Erde retten? 

Klingt nach Hollywood, ist aber eine Nasa/ESA-Mission: Am 27. September gegen ein Uhr nachts soll eine Raumsonde in einen Asteroiden krachen und dessen Umlaufbahn ändern.

von Elisabeth zu Eulenburg
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