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Holocaust-Gedenktag in Israel - "Es begann mit Worten"

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Israel gedenkt der sechs Millionen von den Nationalsozialisten ermordeten Juden. Eine deutsche Kampagne nutzt den Gedenktag und mahnt: Am Anfang standen Worte des Hasses.

Benjamin Netanjahu, Premierminister von Israel, nimmt an einer Kranzniederlegung anlässlich des Holocaust-Gedenktages auf dem Platz des Warschauer Ghettos in der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem teil.
Schweigeminute für die Opfer des Nationalsozialismus in Israel mit Premier Netanjahu.
Quelle: dpa

Israel begeht heute "YomHaSchoah": Für eine Minute steht im ganzen Land das öffentliche Leben still, um an die sechs Millionen von den Nationalsozialisten ermordeten Juden zu erinnern.

Die Frankfurter "Claims Conference" nutzt diesen Anlass und startet die digitale Erinnerungs-Kampagne: "It started with words" - zu Deutsch: Es begann mit Worten. Die Kampagne soll deutlich machen, dass der Holocaust nicht aus dem Nichts kam.

Hassreden, Propaganda, Antisemitismus und Rassismus waren die Wurzeln, die im Völkermord gipfelten.
Greg Schneider, Vizepräsident "Claims Conference"

NS-Zeit: Hasspropaganda kam zuerst

"Man wacht nicht eines Morgens auf und beschließt, sich an einem Massenmord zu beteiligen", sagte Greg Schneider, der Vizepräsident der "Claims Conference". Dem Massenmord an den europäischen Juden ging Hasspropaganda im nationalsozialistischen Deutschland voran, mahnt die Initiative.

Die Kampagne besteht aus Video-Statements von Zeitzeugen aus aller Welt, die von ihren Erlebnissen berichten. Unter ihnen ist auch die in Frankfurt lebende Eva Szepesi.

Die Schoah begann nicht mit Auschwitz.
Eva Szepesi, Holocaust-Überlebende

Szepesi wurde im Alter von zwölf Jahren in das deutsche Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Ihre Eltern und ihr jüngerer Bruder wurden dort ermordet. "Es begann für mich mit acht Jahren. Ich konnte nicht verstehen, dass meine besten Freunde mir böse Worte zuriefen."

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"Digitalen Sumpf des Hasses" austrocknen

Vor Hassrede die in Antisemitismus gipfelt, warnt auch der Frankfurter Rabbiner Avichai Apel: "Die jüngste Vergangenheit hat gezeigt, dass der Weg vom Wort zur Tat immer kürzer wird", so Apel.

Das Krebsgeschwür des Antisemitismus (...) vergiftet zunehmend das Zusammenleben in unserer Gesellschaft.
Avichai Apel, Orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschland

Hassbeiträge in sozialen Medien seien "besonders schlimme Brandbeschleuniger, die das Leben für Juden hierzulande gefährlicher gemacht haben". Der "digitale Sumpf des Hasses" müsse ausgetrocknet werden, forderte Apel, der auch zum Vorstand der orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschland gehört.

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Videolänge
5 min
von Alexandra Hawlin
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