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Deutsche verärgert sorgloser Umgang mit Natur

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Naturbewusstseinsstudie - Deutsche verärgert sorgloser Umgang mit Natur

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Die Ergebnisse der Naturbewusstseinsstudie 2019 liegen vor. Demnach sind immer mehr Menschen in Deutschland über den sorglosen Umgang mit der Natur verärgert.

Naturschutzgebiet
93 Prozent der Befragten finden Schutzgebiete wichtig, um die Natur auch für nachfolgende Generationen zu erhalten.
Quelle: dpa

Im Vergleich zur Vorgänger-Studie aus dem Jahr 2017 fanden die Forscher heraus, dass sich inzwischen fast zwei Drittel der Menschen stark über den sorglosen Umgang vieler mit der Natur ärgern. Dreiviertel der Befragten sehen es zudem deutlich als Pflicht des Menschen, die Natur zu schützen.

Eine große Mehrheit möchte sich auch aktiv für den Schutz der Natur einsetzen - für sich selber, aber vor allem auch für kommende Generationen.
Umweltministerin Svenja Schulze

Auch eine gesteigerte Bereitschaft der Deutschen, durch eigenes Handeln einen persönlichen Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt zu leisten, lässt sich erkennen. Der Anteil stieg von 56 auf 63 Prozent.

Klimawandel als Bedrohung

Ganze 90 Prozent der Befragten sehen den fortschreitenden Klimawandel als Bedrohung für die biologische Artenvielfalt in Deutschland. Klar wird außerdem: Naturschutz ist notwendig, um dem Klimawandel zu begegnen. Dabei sind sich 65 Prozent der Befragten sicher. Nur 6 Prozent stimmen dem eher nicht oder gar nicht zu.

Trocknet ein Moor aufgrund der Dürre aus oder wird vom Menschen für landwirtschaftliche Zwecke entwässert, gelangen die in ihm gespeicherten CO2 -Emissionen in die Umwelt. Die Erhaltung der Moore ist wesentlich im Kampf gegen den Klimawandel.

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In Deutschland gibt es laut Bundesamt für Naturschutz 8.833 Schutzgebiete (Stand: 2017). Circa ein Fünftel der Befragten schreiben diesen Schutzgebieten auch eine Aufgabe im Kampf gegen den Klimawandel zu. Das ist aus Sicht der Bevölkerung aber nicht die Hauptaufgabe. Dazu zählen der Schutz der Artenvielfalt (68 Prozent), das Zulassen ungestörter Landschaftsentwicklung (38 Prozent) und die Bewahrung schöner Landschaften (36 Prozent).

Zudem finden es 93 Prozent der Befragten wichtig, dass es solche Flächen gibt, um die Natur auch für nachfolgende Generationen zu erhalten.

Andere Generation, anderes Informationsverhalten

Was die Informationsbeschaffung angeht, zeigt sich in der Befragung, ein deutlicher Unterschied zwischen den Generationen. Während ältere Altersgruppen die Information vor Ort vorziehen, liegen bei den Deutschen bis 29 Jahren das Internet und andere digitale Möglichkeiten wie Apps deutlich vorne.

Ähnliches zeigt sich bei der Einschätzung, welche Rolle die Digitalisierung für den Naturschutz spielen könnte. Chancen für den Naturschutz sieht hier gut die Hälfte der 18- bis 29-Jährigen. Bei den über 65-Jährigen sind es nur knapp ein Viertel.

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Flächenverbrauch reduzieren

Beim Thema Energiewende sind die Umfragewerte schon seit dem Beginn der Erfassung im Jahr 2011 stabil. Im Jahr 2019 sind 60 Prozent der Bevölkerung für die überwiegende Versorgung aus erneuerbaren Energien, 29 Prozent sind unentschieden und nur acht Prozent sind dagegen. Geht es um die Technik, die für die Versorgung verwendet werden soll, sind vor allem diejenigen gefragt, die schon existierende Strukturen nutzen und nicht zu einer Neuversiegelung von Flächen führen.

Die Wichtigkeit einer Verringerung des Flächenverbrauches zeigt sich auch bei der biologischen Vielfalt. Hier stimmen 81 Prozent voll und ganz oder eher zu, dass zum Schutze der biologischen Vielfalt der Verbrauch von Flächen für Verkehrswege, Siedlungen und Gewerbe reduziert werden sollten.

Zurzeit werden in Deutschland täglich 56 Hektar Land als Sieglungs- und Verkehrsflächen neu ausgewiesen. Die Bundesregierung möchte den Flächenverbrauch bis zum Jahr 2030 auf unter 30 Hektar am Tag reduzieren.

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von Svenja Bergerhoff
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