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Bilanz der Munich Re - Naturkatastrophen richten massive Schäden an

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Waldbrände, Erdbeben, Hurrikans: Die Munich Re bilanziert die Schäden der Naturkatastrophen für das Jahr 2020 mit 210 Milliarden Dollar. Über die Hälfte ist nicht versichert.

Ein Lösch Hubschrauber ist beim Blue Ridge Fire im Einsatz
Die gesamtwirtschaftlichen Schäden durch Naturkatastrophen steigen weltweit an. Die Naturkatastrophen aus dem vergangenen Jahr in Zahlen.
Quelle: dpa

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Die Munich Re bilanziert, dass im vergangenen Jahr weltweit Naturkatastrophen Schäden in Höhe von 210 Milliarden US-Dollar angerichtet haben. Der Rückversicherer errechnet die Schadenssumme jedes Jahr und stellt sie in einer Bilanz vor.

Munich Re: Globale Versicherungslücke ist ein Problem

Der nicht versicherte Anteil bei Naturkatastrophenschäden hat nach Angaben des Rückversicherers im vergangenen Jahr bei rund 60 Prozent gelegen. Insbesondere in Asien sei der Anteil der nicht versicherten Schäden hoch.

Beispielsweise in China hatte ein schweres Hochwasser Schäden in Höhe von 17 Milliarden US-Dollar verursacht - nur etwa zwei Prozent davon seien versichert gewesen, so der Bericht.

Das Hochwasser in der chinesischen Provinz Hubei richtete enorme Schäden an. Rund 12 Millionen Menschen waren von den Überflutungen betroffen.

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Hitzewellen, Dürreperioden und Waldbrände

Problematisch ist laut dem Bericht auch die "Serie warmer Jahre". Von Januar bis November 2020 hätte die globale Mitteltemperatur nur um 0,01 Grad Celsius entfernt von dem bislang wärmsten Jahr 2016 gelegen.

Besonders betroffen sind die Regionen nördlich des Polarkreises gewesen. In Nordsibirien kam es zu verheerenden Waldbränden und Temperaturen bis über 30 Grad, geht aus der Studie hervor.

Auch wenn Wetterextreme eines einzelnen Jahres nicht direkt auf den Klimawandel zurückgeführt werden könnten, würden solche Extremwerte dennoch die erwartbaren Folgen eines jahrzehntelangen Erwärmungstrends bestätigen, erklärt Ernst Rauch, Chef-Klima- und Geowissenschaflter der Munich Re.

Zunehmende Hitzewellen und Dürren heizen Waldbrände an, starke tropische Wirbelstürme werden häufiger, Gewitter ebenso.
Ernst Rauch, Munich Re

Sterbene Wälder, Hitzewellen - der Klimawandel ist für alle sichtbar. Wieso werden trotzdem keine konsequenten Maßnahmen ergriffen?

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Naturkatastrophenschäden in den USA am höchsten

Von den weltweiten Gesamtschäden entfielen 59 Milliarden US-Dollar auf Naturkatastrophen in den USA. Das schadenträchtigste Ereignis sei Hurrikan Laura gewesen, der zu Schäden in Höhe von 13 Milliarden US-Dollar führte, heißt es in dem Bericht.

Im Westen der USA wüteten darüber hinaus enorme Feuer, darunter die größten, die sich laut Munich Re je in Kalifornien und Colorado ereignet hätten.

  • in Kalifornien wurden bis Anfang Dezember rund 9.600 Waldbrände gezählt,
  • bei einigen großen Bränden wurden rund 10.500 Gebäude beschädigt oder zerstört.

Wind und Hitze erschweren den Kampf gegen die Waldbrände in Kalifornien. Mittlerweile hat der Bundesstaat den Notstand ausgerufen und Hilfe aus anderen Staaten angefordert.

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Verheerende Brände auch in Colorado, Washington und Oregon

Auch Colorado und Washington mussten mit Bränden kämpfen. In Oregon seien außerdem rund 4.000 Wohngebäude in Flammen aufgegangen.

Die Gesamtschäden durch die Brände im Westen der USA betrugen rund 16 Milliarden US-Dollar, 11 Milliarden US-Dollar seien laut dem Bericht versichert gewesen.

Wirbelstürme und Überschwemmungen in Asien

Asien hingegen hatte im vergangenen Jahr mit Wirbelstürmen zu kämpfen: Zyklon Amphan sei der teuerste tropische Wirbelsturm im nördlichen Indischen Ozean gewesen. Die Schäden hätten laut Munich Re bei 14 Milliarden US-Dollar gelegen.

Im nordwestlichen Pazifik entwickelte sich Haishen zum ersten Super-Taifun der pazifischen Saison 2020. Auch er verursachte Sturmfluten, Überschwemmungen sowie Erdrutsche und richtete ebenso massive Schäden an.

Naturkatastrophen auch in Europa

In Europa fiel die Naturkatastrophen-Bilanz 2020 einigermaßen glimpflich aus:

  • die Gesamtschäden betrugen rund 10,6 Milliarden Euro
  • davon waren 3,1 Milliarden Euro versichert  

Im Herbst kam es zu extremen Lokalschäden durch starke Niederschläge entlang der Mittelmeerküste in Südfrankreich und Italien. Sturzfluten zerstörten Häuser, Brücken und Straßen.

In Kroatien ereignete sich Ende Dezember das stärkste Erdbeben in dem Land seit 140 Jahren. Für eine Schätzung der Schadenhöhe sei es laut Munich Re aber noch zu früh.

Temperaturrekorde, Eisschmelze und Hurrikans: Im Jahr 2020 zeigen sich die Auswirkungen der globalen Erderwärmung.

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Munich Re-Vorstand Torsten Jeworrek ist sicher:"Ob die besonders heftige Hurrikansaison, extreme Waldbrände oder Gewitterserien in den USA: Bei all diesen Gefahren wird langfristig der Klimawandel eine zunehmende Rolle spielen".

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