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Kult-Rocker gegen Desinformation : Neil Young verlässt Spotify im Corona-Streit

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Neil Young hat etwas gegen Desinformation in der Corona-Pandemie. Und da der Streamingdienst Spotify diese, seiner Meinung nach, verbreitet, zieht er seine Musik von dem Portal ab.

Archiv: Neil Young
Kämpft gegen Desinformation in der Pandemie: Neil Young
Quelle: AP

Der US-kanadische Sänger Neil Young hat seine Drohung wahrgemacht und seine gesamte Musik von der Streaming-Plattform Spotify entfernen lassen. "Ich möchte meiner sehr großen und solidarischen Plattenfirma Warner Brothers-Reprise Records danken, die mich in meiner Entscheidung unterstützt, meine gesamte Musik von Spotify zu entfernen", schrieb der 76-jährige Musiker auf seiner Website.

Spotify hat in Folge die Musik Youngs vorerst aus dem Programm genommen, teilte das Unternehmen in einer Erklärung mit.

Neil Young sieht Gefahr für junge Menschen

Young hatte zuvor von Spotify gefordert, den Podcast des umstrittenen US-Comedians Joe Rogan zu entfernen. Er wirft Rogan vor, Falschinformationen über das Coronavirus zu verbreiten. Dieser hatte im Dezember den Infektiologen Robert Malone interviewt, einen Helden der Impfgegner in den USA.

Spotify ist zu einem Ort der potenziell tödlichen Desinformation über Covid geworden. Lügen, die gegen Geld verkauft werden.
Neil Young

Gerade junge Hörer würden Gefahr laufen, Aussagen für bare Münze zu nehmen, die sie auf der Plattform hörten, warnt der Kult-Folk- und Rock-Sänger. "Diese jungen Leute glauben, dass Spotify niemals grob falsche Informationen anbieten würde. Leider liegen sie falsch."

Spotifys Geschäftsmodell dreht sich längst nicht mehr nur um Musik, sondern auch um die Sammlung deiner persönlichen Daten. Es wird nicht nur gespeichert, was du hörst, sondern auch wann, wo und auf welchem Endgerät.

Beitragslänge:
5 min
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Malone verbreitet Massenhypnose-Verschwörungstheorie

Joe Rogan ist einer der beliebtesten Podcast-Hosts weltweit. Vergangenes Jahr schloss er mit Spotify einen geschätzt 100 Millionen Dollar (89 Millionen Euro) schweren Exklusiv-Vertrag.

Der von ihm in dem angeprangerten Podcast interviewte Infektiologe Malone wurde bei Twitter gesperrt, weil er Falschinformationen über das Coronavirus verbreitet hatte. Unter anderem behauptete er, Millionen Menschen seien hypnotisiert worden, um zu glauben, dass die Corona-Impfstoffe schwere Erkrankungen verhindern.

Spotify-Boykott kostet Young 60 Prozent seiner Einnahmen

Young hatte zuvor erklärt: "Sie können Rogan oder Young haben. Nicht beide." Der Musiker, der mit Liedern wie "Heart of Gold" und "Harvest Moon" bekannt wurde, wies daraufhin, dass 60 Prozent seiner Einnahmen aus Streaming von Spotify kommen. Er hatte auf der Plattform mehr als 2,4 Millionen Abonnenten und sechs Millionen Hörer pro Monat. Ab wann genau seine Songs nicht mehr online sein würden, wurde nicht gesagt.

Spotify erklärte Berichten zufolge: "Wir bedauern Neils Entscheidung, seine Musik von Spotify zu entfernen, hoffen aber, ihn bald wieder begrüßen zu dürfen." Den Angaben eines Sprechers zufolge habe die Plattform "seit Beginn der Pandemie mehr als 20.000 Podcast-Episoden im Zusammenhang mit Covid gelöscht".

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