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Mehr als 50 Tote : Überfall auf Dörfer im Niger

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Im westafrikanischen Staat Niger sind zwei Dörfer nahe der Grenze zu Mali überfallen worden, mehr als 50 Menschen starben. Die Hintergründe sind derzeit noch unklar.

In dem von Terror heimgesuchten westafrikanischen Land Niger haben Bewaffnete mindestens 56 Menschen getötet und mehr als 20 weitere verletzt. Das gaben die Behörden in der Hauptstadt Niamey bekannt. Der Überfall habe sich nahe der Grenze zu Mali in den Dörfern Tchombangou und Zaroumdareye ereignet. Die genauen Umstände sind noch unklar.

Vorläufige Wahlergebnisse am selben Tag bekanntgegeben

Im dem Sahelstaat waren am selben Tag die vorläufigen Ergebnisse der Präsidenten- und Parlamentswahlen bekanntgegeben worden. Staatschef Mahamadou Issoufou wird, wie von der Verfassung vorgesehen, den Posten nach seinen zwei Amtszeiten abgeben.

Ein Verbündeter des ausscheidenden Präsidenten, der ehemalige Außenminister Mohamed Bazoum, trat für die Regierungspartei PNDS an und erhielt 39,6 Prozent der Stimmen. Ebenso wie der stärkste Oppositionskandidat Mahamane Ousmane (16,9 Prozent) erreichte er jedoch nicht die nötige Stimmenmehrheit. Deshalb ist für den 22. Februar eine Stichwahl angesetzt.

Nigrische Regierung hat wenig Kontrolle außerhalb der Städte

Im Niger und den anderen Ländern dieser Region sind etliche Terrorgruppen aktiv, die Al-Kaida oder dem Islamischen Staat (IS) die Treue geschworen haben. Zusammen mit Mali, Mauretanien, dem Tschad und Burkina Faso ist der Niger Teil der G5-Sahel-Gruppe. Die Vereinigung will die Terrorgruppen bekämpfen.

Zudem gilt Niger als wichtiger Partner der EU im Kampf gegen Terrorismus in der Sahelzone. Die Regierung hat in den Regionen außerhalb der Städte aber wenig Kontrolle. Das nutzen neben dschihadistischen Gruppen auch kriminelle Netzwerke aus.

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