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Westafrika - 187 Entführungsopfer in Nigeria befreit

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Bewaffnete Bandenmitglieder hatten zahlreiche Menschen in Nigeria verschleppt, unter ihnen auch Frauen und Kinder. Jetzt gelang ihre Befreiung.

Nigerianische Kinder und Erwachsene sitzen nach ihrer Befreiung zusammen. P
Viele Wochen hatten die Entführten in Gefangenschaft verbracht.
Quelle: dpa

Polizisten haben im westafrikanischen Nigeria 187 entführte Menschen gerettet. Die Kinder, Mütter mit Babies und Senioren seien aus den Händen der Entführer im Wald von Tsibiri im nord-westlichen Bundesstaat Zamfara befreit worden, sagte Polizeisprecher Mohammed Shehu.

"Viele Wochen in Gefangenschaft"


Die Opfer, die aus vier Dörfern in Zamfara verschleppt worden waren, hätten "viele Wochen" in Gefangenschaft verbracht. Viele seien abgemagert und krank und befänden sich in ärztlicher Behandlung, hieß es.

Die Freilassung sei bedingungslos erfolgt, hieß es - eine Andeutung, dass kein Lösegeld gezahlt wurde. Die Befreiung der Geiseln am Donnerstag sei das Ergebnis "umfangreicher Such- und Rettungseinsätze" gewesen. Begleitet worden seien die Einsätze von Sicherheitsmaßnahmen wie dem Abschalten von Mobilfunknetzen und der Einschränkung der Versammlungs- und Bewegungsfreiheit im Bundesstaat Zamfara.

Mehr als 100 entführte Schulkinder in Nigeria sind wieder frei. Im Mai waren die Kinder aus einer Koranschule verschleppt wurden, sechs Kinder starben in Gefangenschaft.

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Banden sind der Polizei zahlenmäßig überlegen

Die Opfer waren von bewaffneten Banditen gekidnappt worden, die in abgelegenen Waldgebieten im Nordwesten des Landes operieren. Gangster fallen auf Motorrädern in Dörfer ein, wo sie morden, vergewaltigen, stehlen und Geiseln nehmen. Die größten Banden sind der Polizei und den Sicherheitskräften in den Siedlungen, die sie attackieren, zahlenmäßig überlegen.

Die Banditen seien oftmals besser ausgestattet als das nigerianische Militär, sagte ein früherer Gouverneur des Bundesstaats Zamfara, Abdulaziz Yari. Im Juli hätten Banditen einen Kampfflieger des Militärs in Zamfara abgeschossen, erklärte er.

Verschleppungen haben drastisch zugenommen

Massenentführungen im Zusammenhang mit Überfällen auf Dörfer und Schulen kommen im bevölkerungsreichsten Land Afrikas häufig vor. Dahinter stecken sowohl islamistische Terroristengruppen wie Boko Haram als auch kriminelle Banden, die Lösegeld erpressen wollen.

Die islamistische Terrorgruppe Boko Haram steckt nach eigenen Angaben hinter der Entführung von Hunderten Kinder. Viele weitere werden noch vermisst.

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Seit Anfang des Jahres haben die Verschleppungen drastisch zugenommen. Behörden schätzen, dass seit Dezember 2020 rund 1.000 Kinder entführt wurden. Viele der Jungen und Mädchen bleiben spurlos verschwunden.

Der spektakulärste Fall ereignete sich 2014, als die islamistische Terrormiliz Boko Haram 276 Schülerinnen entführte.

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