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Nizza: Tote und Verletzte bei Messerangriff

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Terrorverdacht in Frankreich - Nizza: Tote und Verletzte bei Messerangriff

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Frankreich unter Schock: Bei einem brutalen Anschlag in Nizza starben drei Menschen, es gab mehrere Verletzte. Die Behörden gehen von einem terroristischen Hintergrund aus.

Ein neuer Messerangriff schockiert Frankreich: Ein mutmaßlicher Islamist hat in der größten Kirche der Mittelmeer-Stadt Nizza am Donnerstag drei Menschen mit einem Messer getötet.

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Bei einem brutalen Messerangriff in einer Kirche in Nizza sind drei Menschen getötet worden. Das teilte die Polizei mit. Sechs Menschen wurden verletzt. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft ermittelt in dem Fallwegen "Mordes und Mordversuchs im Zusammenhang mit einer terroristischen Tat."

Bürgermeister Christian Estrosi sagte, der mutmaßliche Täter habe mehrfach "Allahu Akbar" gerufen. Er hatte zuvor schon getwittert: "Alles deutet auf einen Terroranschlag im Umfeld der Basilika Notre-Dame von Nizza hin."

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Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen. Er war durch Schüsse verletzt und ins Krankenhaus gebracht worden. Über ihn ist kaum etwas bekannt. Er habe keine Papiere bei sich gehabt, berichtet ZDF-Korrespondentin Christel Haas.

Opfer sind zwei Frauen und ein Mann

Der Anschlag begann im Inneren der Kirche Notre Dame. Bei den Opfern handele es sich um zwei Frauen und den Aufseher der Kirche. Zwei der Opfer starben in der Kirche durch Messerstiche in den Hals, ein weiteres konnte sich noch bis in eine Bar schleppen, erlag dann aber auch den schweren Verletzungen.

Bei der blutigen Messerattacke in Nizza sind nach einer vorläufigen Bilanz drei Menschen getötet und sechs weitere verletzt worden. "Nizzas Bürgermeister geht von einem islamistischen Anschlag aus", so ZDF-Korrespondent Thomas Walde.

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Auf Bildern französischer Medien war zu sehen, wie die Polizei die Umgebung des Tatorts abriegelte. Rettungswagen waren im Einsatz. Explosionen waren zu hören: Spezialkräfte der Polizei sprengten verdächtige Gegenstände.

"Wir waren seit zwei, drei Tagen gewarnt, dass es vor Allerheiligen zu weiteren Anschlägen kommen könnte", sagte Gil Florini, Dekan in Nizza, im TV-Sender BFM. "Denn einige ziehen eine Verbindung zwischen dem christlichen Totenfest und einer Erhöhung der Zahl der Toten. Wir waren schon ein wenig auf der Hut, aber wir dachten nicht, dass es auf diese Weise geschehen werde."

Weitere Attacken

Auch in einem Vorort von Avignon in Südfrankreich hatte zuvor einen islamistischen Vorfall. In Montfavet bedrohte ein Mann laut Polizeiangaben mehrere Passanten mit einer Pistole. Medien berichten, er habe ebenfalls "Allahu Akbar" geschrien. Polizisten erschossen den Mann.

Ebenfalls am Donnerstag war in Saudi-Arabien ein Wachmann vor dem französischen Konsulat in Dschidda angegriffen worden.

Krisensitzung des Kabinetts

Bei einer Debatte über neue Beschränkungen in der Corona-Pandemie legten Abgeordnete im Unterhaus des Parlaments eine Schweigeminute für die Toten ein. Präsident Emmanuel Macron sprach von einem "islamistischen Terroranschlag". Frankreich sei angegriffen worden, sagte der Staatschef in Nizza.

Mittlerweile hat Regierungschef Castex die höchste Terrorwarnstufe für ganz Frankreich ausgerufen.

Spannungen zwischen Frankreich und islamischer Welt

Wegen der Veröffentlichung von Karikaturen des islamischen Propheten Mohammed in Frankreich hatte es antifranzösische Demonstrationen in der Türkei und in anderen muslimisch geprägten Staaten gegeben. Die Proteste entzündeten sich an Macrons Äußerungen bei der Trauerfeier für den getöteten Lehrer. Der Staatschef kündigte ein Festhalten an den Mohammed-Karikaturen im Namen der Meinungsfreiheit an.

"Kulturzeit"-Gespräch mit Politikwissenschaftler und Migrationsforscher Burak Çopur über die Anti-Frankreich-Proteste in muslimischen Ländern und die terroristische Bedrohung in Frankreich.

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Die Attacke weckt in Nizza schmerzhafte Erinnerungen - nur etwa 500 Meter vom jetzigen Tatort entfernt hatte am 14. Juli 2016 ein Terrorist während der Feierlichkeiten zum französischen Nationalfeiertag einen Lastwagen in die Menschenmenge auf der Promenade der Stadt gelenkt - 86 Menschen wurden getötet.

Dritte mutmaßlich terroristische Attacke in zwei Monaten

Für Frankreich ist es bereits die dritte Attacke mit einem mutmaßlich terroristischen Hintergrund in nur zwei Monaten. Ende September waren bei einem als Terrorakt eingestuften Messerangriff in der Nähe der früheren Büros der Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" in Paris zwei Menschen verletzt worden.

Mitte Oktober enthauptete ein 18-Jähriger tschetschenischer Herkunft einen Lehrer, der bei "Charlie Hebdo" veröffentlichte Mohammed-Karikaturen im Unterricht gezeigt hatte, als er das Thema Meinungsfreiheit besprach. Präsident Emmanuel Macron verteidigte die Veröffentlichung der Karikaturen und den Lehrer. In islamisch geprägten Ländern gab es daraufhin Proteste gegen Frankreich.

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