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Chemie-Nobelpreis : Nobelpreis für Deutschen und US-Amerikaner

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Mit ihrem Werkzeug zum Bau von Molekülen haben der Deutsche List und den US-Forscher MacMillan die Nobelpreis-Jury überzeugt. Sie erhalten die Auszeichnung für ihre Organokatalyse.

Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an den Deutschen Benjamin List und den in Schottland geborenen US-Forscher David W.C. MacMillan für Methoden zur Beschleunigung chemischer Reaktionen. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Mittwoch in Stockholm mit.

Organokatalyse hilft bei Arzneimittel-Erforschung

Die Chemiepreisträger des Jahres hätten ein neues und geniales Werkzeug für den Aufbau von Molekülen entwickelt, die Organokatalyse, hieß es. Sie werde für die Erforschung neuer Arzneimittel eingesetzt und habe auch dazu beigetragen, die Chemie umweltfreundlicher zu machen.

Die Organokatalyse habe sich mit erstaunlicher Geschwindigkeit entwickelt. Mithilfe dieser Reaktionen könnten Forscher nun vieles effizienter herstellen, von neuen Arzneimitteln bis hin zu Molekülen, die Licht in Solarzellen einfangen können.

Chemie-Nobelpreisträger 2021: Benjamin List, aufgenommen am 01.03.2016 in Berlin
Der deutsche Chemiker Benjamin List ist Direktor des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr.
Quelle: dpa

Die renommierteste Auszeichnung für Chemiker ist in diesem Jahr mit insgesamt zehn Millionen Kronen (rund 980.000 Euro) dotiert. Die feierliche Übergabe der Preise findet traditionsgemäß am 10. Dezember statt, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel.

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Nobelpreise werden seit 1901 vergeben

Seit 1901 wurde der Chemie-Nobelpreis an 185 verschiedene Forscher vergeben. Einer von ihnen, der Brite Frederick Sanger, erhielt ihn zweimal. Unter den Preisträgern waren bislang sieben Frauen, etwa Marie Curie 1911, die die radioaktiven Elemente Polonium und Radium entdeckte. 2020 ging er an die in Berlin arbeitende Französin Emmanuelle Charpentier und an die US-Forscherin Jennifer A. Doudna für die Entwicklung einer Genschere zur gezielten Erbgut-Veränderung.

Am Dienstag war bereits der Physik-Nobelpreis verliehen worden: Der Hamburger Meteorologe Klaus Hasselmann teilt sich in diesem Jahr die eine Hälfte des Nobelpreises mit dem in Japan geborenen US-Amerikaner Syukuro Manabe, die andere Hälfte geht an den Italiener Giorgio Parisi. Sie werden für ihre Beiträge zur Erforschung des Klimas und anderer komplexer Systeme ausgezeichnet.

Schon am Montag war ebenfalls in Stockholm bekanntgegeben worden, dass der Medizin-Nobelpreis an David Julius aus den USA und den im Libanon geborenen Ardem Patapoutian geht. Die beiden Forscher haben Zellrezeptoren entdeckt, über die Menschen Temperaturen und Berührungen wahrnehmen.

So geht es weiter in der Nobelpreis-Woche

Für Donnerstag steht die Bekanntgabe des Literaturnobelpreises an und am Freitag wird verkündet, wer den Friedensnobelpreis erhält. Der Preis für Wirtschaft, der streng genommen kein Nobelpreis ist, wird am kommenden Montag bekanntgegeben.

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