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Obama: Lob für Merkel, Tadel für Sarkozy

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Memoiren veröffentlicht - Obama: Lob für Merkel, Tadel für Sarkozy

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Barack Obama veröffentlicht den ersten Teil seiner Memoiren. Dort beschreibt er seine Zeit als US-Präsident - und auch seine Erfahrungen mit der deutschen Bundeskanzlerin Merkel.

Angela Merkel und Barack Obama auf einer Bühne im Gespräch. Der frühere US-Präsident veröffentlichte den ersten Teil seiner Memoiren.
Angela Merkel und Barack Obama im Gespräch. (Archivbild, 2017)
Quelle: dpa (Archiv)

Der erste Band der Memoiren des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama ist auf dem Markt. In dem Buch mit dem Titel "Ein verheißenes Land" schreibt er auch über seine Erfahrungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Unter anderem lobt er ihr "nüchtern-analytisches Bewusstsein".

In seinen Memoiren beschreibt der 59-Jährige, dass Merkel ihn zunächst "skeptisch" betrachtet habe - angeblich wegen seiner Fähigkeiten als Redner. Er habe ihr die anfängliche Skepsis aber nicht übel genommen: "Bei einer deutschen Regierungschefin war eine Abneigung gegen mögliche Demagogie vermutlich eine gesunde Einstellung", schreibt er.

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Obama: Lob für Merkel, aber auch Kritik

Über die Jahre habe er Merkel immer "sympathischer" gefunden. Er nennt die Kanzlerin "zuverlässig, ehrlich, intellektuell präzise und auf eine natürliche Art freundlich".

Obama kritisiert aber auch die deutsche Politik im Umgang mit Griechenland während der Finanzkrise, als die Kanzlerin und ihr damaliger Finanzminister Wolfgang Schäuble gegenüber dem EU-Partner an "finanzpolitischer Rechtschaffenheit als Antwort auf alle ökonomischen Schwierigkeiten" festgehalten hätten.

Deutliche Worte über Sarkozy

Seinen ehemaligen französischen Kollegen Sarkozy empfand Obama hingegen als "kein echtes Gegengewicht" zu Merkel. "Anders als Merkel verzettelte er sich vollkommen, wenn es um die Strategie ging", Wirtschaftsreformen einzuführen, erinnert sich Obama.

Sarkozy sei getrieben gewesen von "Schlagzeilen und deren politischer Zweckdienlichkeit". Ihm habe es auch an "weltanschaulicher Konstanz" gefehlt. Allerdings gesteht Obama ihm "Unerschrockenheit, Charme und fieberhafte Energie" zu.

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Memoiren in 24 Sprachen

Der erste Band von Obamas Memoiren ist 1.024 Seiten lang. Darin berichtet er vor allem über seinen Präsidentschaftswahlkampf und seine Zeit als US-Präsident von 2009 bis 2017.

Obamas Erinnerungen wurden von sieben Übersetzern ins Deutsche übertragen. Das Buch erscheint weltweit gleichzeitig in 24 weiteren Sprachen.

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