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Italien setzt "Ocean Viking" fest

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Rettungsschiff im Mittelmeer - Italien setzt "Ocean Viking" fest

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Die "Ocean Viking" ist laut SOS Méditerranée von italienischen Behörden im Hafen von Porto Empedocle auf Sizilien festgesetzt. Die Hilfsorganisation spricht von "Schikane".

Italien hat dem privaten Seenotrettungsschiff "Ocean Viking" aufgrund von Mängeln vorerst ein Fahrverbot erteilt.

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Italienische Behörden haben nach Angaben von "SOS Mediterranee" das Rettungsschiff "Ocean Viking" festgesetzt. Nach einer elfstündigen Inspektion im Hafen von Porto Empedocle werde das Schiff auf unbestimmte Zeit festgehalten, teilte die Hilfsorganisation mit.

Es handle sich um "eine neue Stufe behördlicher Schikane", beklagte die Hilfsorganisation. Sie beschrieb das Vorgehen als politisch motiviert, um Einsätze ziviler Seenotrettung zu blockieren.

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Küstenwache: Schiff hat zu viele Personen befördert

Bei einer Inspektion seien technische und operative Mängel festgestellt worden, welche die Sicherheit des Schiffs sowie der Besatzung und geretteter Migranten beeinträchtigten, teilte die italienische Küstenwache mit. Außerdem wurden Verstöße von Umweltschutzbestimmungen beanstandet.

Ein weiterer Grund für die Festsetzung: Das Schiff habe mehr Personen befördert, als im Zertifikat für die Ausrüstung von Frachtschiffen angegeben, so die Küstenwache.

Aktuell kein ziviles Rettungschiff im Mittelmeer

Die Betreiber der "Ocean Viking" halten diese Begründungen für nicht gerechtfertigt. Zwar komme es bei Rettungseinsätzen vor, dass das Schiff mehr Menschen aufnehme, als in den Papieren angegeben. Diese sollten aber nicht als "Passagiere" definiert werden, da es sich um "bei Seenotfällen Gerettete" handle, also um Menschen, die vor dem Ertrinken bewahrt worden seien, argumentiert die Hilfsorganisation.

"Nach internationalem Seerecht ist Rettung Pflicht."
SOS Mediterranee, Betreiber der "Ocean Viking"

Durch die Festsetzung der "Ocean Viking" sei aktuell kein ziviles Rettungsschiff mehr im zentralen Mittelmeer im Einsatz. Doch die Menschen würden weiter über das Mittelmeer fliehen, erklärte "SOS Mediterranee" und forderte die sofortige Freigabe des Schiffs.

Zögerliche Aufnahme von Geretteten

Zuletzt hatte die Besatzung der "Ocean Viking" am 25. und 30. Juni rund 180 Menschen aus dem Mittelmeer gerettet. Anfang Juli durften die Migranten das private Rettungsschiff in Porto Empedocle verlassen. Wegen der Coronavirus-Pandemie waren sie zwischenzeitlich auf einer Quarantänefähre untergebracht worden.

Mit der "Ocean Viking" gerettete Geflüchtete berichten über die Lager in Libyen.

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Italien und Malta hatten sich in der Corona-Pandemie zu nicht sicheren Häfen erklärt. Trotzdem brechen Migranten von Libyen und Tunesien in Richtung Europa auf. Rom und Valletta nahmen zuletzt zwar wieder Menschen von Schiffen auf, doch die Länder zögern mit der Zuweisung von Häfen oft lange. Sie fordern von anderen EU-Staaten regelmäßig Zusagen für die Weiterverteilung der Menschen.

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