Was sich ab Oktober ändert: Mindestlohn, Minijob, Gasheizung

    Was sich ab Oktober ändert:Mindestlohn, Minijobs und Heizen mit Gas

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    Der Mindestlohn steigt, die Entgeltgrenze für Minijobs wird angehoben und Gebäudeeigentümer müssen Gasheizungen überprüfen. Diese Änderungen kommen im Oktober.

    Thermostat einer modernen Heizung
    Auch fürs Heizen kommen neue Regeln.
    Quelle: dpa

    Mindestlohn

    Der gesetzliche Mindestlohn steigt zum 1. Oktober auf 12 Euro je Stunde von zuvor 10,45 Euro. Seit 2015 ist der Mindestlohn damit um mehr als 40 Prozent gestiegen.

    Minijobs

    Parallel zur Erhöhung des Mindestlohns wird die Entgeltgrenze für Minijobs angehoben, für die keine Steuern und Sozialabgaben fällig sind. Der monatliche Maximalbetrag liegt ab Oktober bei 520 Euro, bisher lag er bei 450 Euro.

    Gasumlage

    Die Gasumlage sollte 2,419 Cent pro Kilowattstunde betragen, wurde aber im letzten Moment gekippt. Fast alle Gasversorger hatten allerdings bereits entsprechende Preisanpassungen vorgenommen und kommuniziert. Verbraucherschützer raten Betroffenen, ihre Anbieter zu kontaktieren. Vertreter der kommunalen Unternehmen gehen aber davon aus, dass Verbrauchern kein Schaden entstehen wird.

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    Mehrwertsteuer auf Gas

    Um Verbraucher von den explodierenden Energiekosten zu entlasten, wird die Mehrwertsteuer auf Erdgas zum 1. Oktober von 19 auf 7 Prozent sinken. Der Bundestag hat die befristete Absenkung der Mehrwertsteuer auf Gas am Freitag mit breiter Mehrheit beschlossen. Die niedrigere Mehrwertsteuer gilt vom 1. Oktober bis Ende März 2024.
    Sehen Sie hier die Debatte im Bundestag zur temporären Umsatzsteuersatzsenkung auf Gaslieferungen.30.09.2022 | 61:00 min

    Heizung

    Ab Oktober müssen Haus- und Wohnungseigentümer jährlich Gasheizungen und mit Gas betriebene Warmwassererhitzer überprüfen lassen, damit diese effizient laufen. Ein hydraulischer Abgleich etwa soll sicherstellen, dass durch alle Heizkörper die richtige Wassermenge fließen kann, um die gewünschte Temperatur zu liefern. Auch ineffiziente Heizungspumpen sollen ausgetauscht werden. Die Regelung tritt am 1. Oktober in Kraft und gilt für zwei Jahre.

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    Ende der Frist zur Grundsteuererklärung

    Noch bis zum 31. Oktober haben Immobilieneigentümer Zeit, ihre Grundsteuererklärung einzureichen. Wer dem nicht nachkommt, muss mit Erinnerungsschreiben des Finanzamtes oder Zwangsgeldern rechnen. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) betonte allerdings zuletzt, dass er in einer Verlängerung der Abgabefrist weiterhin eine Option sieht. Die Frist beruhe nicht auf einer bundesgesetzlichen Regelung, sondern auf Festlegungen der Länder, betonte ein Sprecher des Finanzministeriums.
    Ende Oktober ist die Grundsteuererklärung fällig, für "alle Eigentümer, die Grundbesitz oder Häuser besitzen", sagt Daniela Karbe-Geßler vom Bund der Steuerzahler und weiß, worauf es zu achten gilt.08.09.2022 | 13:36 min

    Corona-Regeln

    Bundesweit festgelegt gilt eine FFP2-Maskenpflicht in Kliniken, Pflegeheimen, Arztpraxen und anderen Gesundheitseinrichtungen - sowie weiter auch für alle ab 14 Jahren in Fernzügen wie ICE und Intercity. Für Kinder von 6 bis 13 Jahren können es einfachere OP-Masken sein. Weitere Corona-Regeln ab Oktober lesen Sie hier.
    Quelle: dpa, AFP