Gesundheitszustand von Benedikt XVI. "ernst, aber stabil"

    Emeritierter Papst ist krank:Benedikt XVI.: Zustand "ernst, aber stabil"

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    Benedikt XVI. ist nach Angaben des Vatikans "klar und wach". Er habe sich in der Nacht "gut erholt". Papst Franziskus bat erneut, für den erkrankten Benedikt zu beten.

    Benedikt XVI.
    Emeritierter Papst: "Zustand weiterhin ernst, aber im Moment stabil."
    Quelle: dpa

    Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hat sich nach Angaben des Vatikans "in der vergangenen Nacht gut erholt". Er sei "absolut klar und wach", sagte der Direktor des Presseamtes des Heiligen Stuhls, Matteo Bruni. "Heute ist sein Zustand zwar weiterhin ernst, aber im Moment stabil."

    Papst Franziskus erneuert seine Einladung, für ihn zu beten und ihn in diesen schweren Stunden zu begleiten.

    Matteo Bruni

    Weltweit beten Gläubige für erkrankten Benedikt XVI.

    Am Mittwoch hatte die Nachricht über den schlechten Gesundheitszustand von Benedikt XVI. weltweit Besorgnis ausgelöst. Seitdem wird in vielen Kirchen und Bistümern in der ganzen Welt für den emeritierten Papst gebetet. Papst Franziskus hatte die Gläubigen dazu in einer kurzen Ansprache bei der Generalaudienz am Mittwoch gebeten, weil Benedikt "sehr krank" sei.
    Mit seinem spektakulären Rücktritt habe Benedikt XVI. "das Papst-Amt verändert", an dringend nötige strukturelle Reformen habe er sich jedoch "nicht getraut", so Jürgen Erbacher, ZDF-Redaktion Kirche und Leben.29.12.2022 | 3:35 min
    Dem Aufruf folgten hohe Geistliche sowie Pfarreien auf mehreren Kontinenten. Die US-Bischofskonferenz etwa veröffentlichte ein Gebet für den 95 Jahre alten Benedikt bei Instagram; auch der Vorsitzende der französischen Bischofskonferenz äußerte sich in den sozialen Medien.
    Instagram-Post von der US-Bischofskonferenz
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    Viele deutsche Geistliche schließen sich Gebeten an

    "Wenn Papst Franziskus zum Gebet aufruft für den emeritierten Papst, dann ist das eine ernste Angelegenheit für die Katholiken weltweit", sagt ZDF-Korrespondent Andreas Postel in Rom.
    In Deutschland schloss sich Kölns Erzbischof Rainer Maria Woelki - den Benedikt 2012 zum Kardinal gemacht hatte - dem Aufruf zum Gebet ebenso an wie andere Geistliche. Darunter waren etwa Georg Bätzing, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und Bischof von Limburg, der Münchner Erzbischof und Kardinal Reinhard Marx sowie Bischof Rudolf Voderholzer aus Regensburg.
    Der Zustand des emeritierten Papsts Benedikt XVI. wird aktuell permanent von Ärzten im Vatikan überwacht.29.12.2022 | 2:50 min

    Benedikts Bruder Georg starb 2020

    In Regensburg hatte Joseph Ratzinger - wie Benedikt mit bürgerlichem Namen hieß - an der Universität gelehrt; sein Bruder Georg starb dort im Juli 2020. In Benedikts oberbayerischem Geburtsort Marktl am Inn entzündete Franz Haringer, der Theologische Leiter des Geburtshauses von Ratzinger, eine Kerze für den erkrankten Papa Emeritus.
    Zuletzt war Benedikt XVI. kurz vor dem Tod des Bruders in Deutschland; danach zog er sich endgültig in das Kloster Mater Ecclesiae in den Vatikanischen Gärten zurück. Dort machte sich das Alter immer mehr bemerkbar. Benedikt wurde körperlich schwächer und hatte immer größere Schwierigkeiten, etwa beim Sprechen.
    Nach Angaben des Heiligen Stuhls verschlechterte sich Benedikts altersbedingter Zustand zuletzt; die Nachrichtenagentur Ansa berichtete von Atemproblemen bei dem 95-Jährigen seit einigen Tagen. In ein Krankenhaus aber wolle er dem Vernehmen nach nicht gebracht werden.
    Der Gesundheitszustand des emeritierten Papstes Benedikt XVI hat sich verschlechtert und die Lage ist ernst. Papst Franziskus rief während der Generalaudienz zum Gebet für seinen Vorgänger auf.29.12.2022 | 1:55 min

    Missbrauchsskandale der Kirche überschatten Vita von Benedikt

    In vielen Teilen der Welt gedachten die Menschen und allen voran die geistlichen Oberen des früheren Papstes: vom Erzbischof von Sao Paulo über die Kardinäle von Washington und Boston bis zur Erzdiözese in Rom, der Benedikt während seiner Zeit als Papst vorgestanden hatte.
    Von 2005 bis 2013 war Benedikt Papst, ehe er sich für einen Rückzug vom Pontifikalamt entschied. Zuvor war der als brillanter Theologe bekannte Deutsche mehr als zwei Jahrzehnte lang Präfekt der Glaubenskongregation und damit oberster Glaubenshüter der Katholiken.
    Papst Franziskus mit dem ehemaligen Papst Benedikt
    Papst Franziskus mit seinem Vorgänger Papst Benedikt XVI im Jahr 2017.
    Quelle: Foto: AP/L'osservatore Romano

    Viele Kritiker werfen ihm vor, die Kirche durch eine konservative Haltung nicht ausreichend geöffnet zu haben. Außerdem sorgten die Enthüllungen um Missbrauchsskandale - etwa während der Zeit als Erzbischof in München und Freising - für einen Schatten über seiner Vita.

    Papst Franziskus
    :Benedikt XVI. ist "sehr krank"

    Der emeritierte Papst Benedikt XVI. ist nach Auskunft seines Nachfolgers Franziskus "sehr krank". Franziskus bat die Gläubigen um Gebete für den Deutschen.
    Papst Benedikt XVI. (Archiv 2020)
    Quelle: dpa

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