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"Urbi et Orbi" : Papst fordert mehr Dialogbereitschaft

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Papst Franziskus hat seine Weihnachtsbotschaft verkündet - bereits zum neunten Mal. Er hat das Wegsehen kritisiert und ein Ende von Krieg und häuslicher Gewalt gefordert.

In seiner Weihnachtsansprache mahnt Papst Franziskus mehr Menschlichkeit sowie weniger Wegsehen bei Konflikten an. Zudem fordert er eine größere Dialog-Bereitschaft.

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Papst Franziskus hat in seiner diesjährigen Weihnachtsansprache das Wegsehen kritisiert und zu einer größeren Dialogbereitschaft aufgerufen. In der Pandemie werde die Fähigkeit zu sozialen Beziehungen auf eine harte Probe gestellt.

"Es gibt eine wachsende Tendenz dazu, sich zu verschließen, alles allein machen zu wollen" - auch auf internationaler Ebene, so der Papst am Samstag im Vatikan.

"Neue Kultur des Dialogs, neue Kultur der Begegnung"

Doch nur der Dialog führe zu Konfliktlösungen und dauerhaften Vorteilen für alle. In seiner Ansprache erinnerte er auch an vergessene Konflikte in der Welt. Anschließend spendete Franziskus den traditionellen Segen "Urbi et orbi" (Der Stadt (Rom) und dem Erdkreis). Es gebe immer noch viele - scheinbar endlose - Konflikte, Krisen und Widersprüche, klagte er.

Wir haben uns so sehr daran gewöhnt, dass unermessliche Tragödien schweigend übergangen werden; wir riskieren, den Schrei des Schmerzes und der Verzweiflung vieler unserer Brüder und Schwestern nicht zu hören.
Papst Franziskus

Besonders hob Franziskus die Menschen in Syrien, im Irak und dem Libanon hervor. Diese Länder fänden keinen Frieden und keine Ruhe. Auch an die "anhaltenden Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern, die sich ungelöst hinziehen und immer größere soziale und politische Folgen haben", erinnerte Franziskus.

Das Miteinander der Religionen, Klimaschutz und sexualisierte Gewalt durch Kirchenvertreter waren zentrale Themen für Papst Franziskus im Jahr 2021. Er machte drei Auslandsreisen.

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Und er bat um Trost für das afghanische Volk und Hilfe für die Menschen in Myanmar. Dort treffe Intoleranz und Gewalt oft auch die christliche Gemeinschaft. Weiter erinnerte Franziskus an die Lage in der Ukraine, Äthiopien und der Sahelzone. Ebenso bat er um Linderung des Leids der Menschen, die unter den internen Konflikten im Sudan und Südsudan litten.

Sei Licht und Stütze für diejenigen, die glauben und die sich - auch gegen den Strom schwimmend - für die Begegnung und den Dialog einsetzen.
Papst Franziskus

Auch auf Nordafrika und die dort grassierende Arbeitslosigkeit und wirtschaftliche Ungleichheit verwies der Papst. Gleichfalls bat er um Versöhnung und ein friedliches Miteinander aller Menschen in Amerika. Mit Blick auf einzelne Gruppen hob Franziskus neben Geflüchteten auch Frauen hervor, die in dieser Zeit der Pandemie verstärkt Opfer von Gewalt würden.

Gib den Kindern und Jugendlichen Hoffnung, die Mobbing und Missbrauch erleiden. Spende den älteren Menschen Trost und Zuneigung.
Papst Franziskus

Er schloss seinen Ansprache mit der Erinnerung an das "gemeinsame Haus" und den nötigen Schutz für Klima und Umwelt.

Die Gnade des Kleinseins

Auf Twitter hatte er bereits seinen Appell für mehr Demut bekräftigt. "Die Gnade des Kleinseins" sei ein großes Geschenk und der Weg zu wahrer Größe, schrieb er.

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Das Geheimnis von Weihnachten sei das Geheimnis der Demut. "Demut ist eine wesentliche Voraussetzung für den Glauben, für das geistliche Leben, für die Heiligkeit", so Franziskus weiter.

Dazu gehöre es, sich um diejenigen zu kümmern, die es besonders schwer hätten: Arme, Schwache, Zerbrechliche. Sie habe die Pandemie noch mehr an den Rand gedrängt, mahnte der Papst.

Zum zweiten Mal feiert Papst Franziskus das Weihnachtsfest in Rom unter Corona-Bedingungen. An der Christmette im Petersdom nahmen am Heiligabend knapp 2.000 Menschen teil.

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Der Segen "Urbi et orbi"

Zu Weihnachten und Ostern erteilt der Papst vom Balkon des Petersdoms den Segen "Urbi et orbi". Die lateinischen Worte bedeuten übersetzt "der Stadt und dem Erdkreis". In dieser Formel kommt der weltumfassende Anspruch der katholischen Kirche zum Ausdruck. Sie geht auf die römische Antike zurück. Damals galt Rom als Inbegriff der Stadt (urbs) schlechthin und als Mittelpunkt des Erdkreises (orbis).

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