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Welle der Solidarität - Landesweite Anteilnahme nach Enthauptung

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Das Attentat auf einen Lehrer nahe Paris hat ganz Frankreich erschüttert. Zehntausende sind am Sonntag in Gedenken an das Opfer auf die Straße gegangen.

Schulen haben in Frankreich eine besondere Bedeutung. Hier sollen die Werte von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit vermittelt werden.

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Gemeinsames Gedenken an den brutal ermordeten Lehrer: Zehntausende haben in Frankreich mit einer riesigen Welle der Solidarität an den aus mutmaßlich terroristischen Motiven getöteten Lehrer erinnert und für Meinungsfreiheit demonstriert. 

Premierminister Castex: "Ihr macht uns keine Angst, wir haben keine Angst"

Auf dem Pariser Place de la République versammelten sich am Sonntagnachmittag trotz der Corona-Pandemie Tausende im Gedenken an das Todesopfer. Um Punkt 15 Uhr klatschten die Menschen minutenlang, um an den ermordeten Lehrer zu erinnern.

Auch der französische Premierminister Jean Castex nahm an der Kundgebung in Paris teil. Er schrieb auf Twitter, dass Frankreich ohne Angst zusammenstehe. "Ihr macht uns keine Angst. Wir haben keine Angst. Ihr könnt uns nicht spalten. Wir sind Frankreich", dokumentiert er das Geschehen.

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Der Place de la République im Pariser Osten ist ein symbolischer Ort. Bereits nach der Terrorserie im Januar 2015, zu der auch der Anschlag auf "Charlie Hebdo" zählte, gedachten dort Menschen aus ganz Frankreich der Opfer. Seitdem ist der Platz nach Terroranschlägen zu einem zentralen Ort der Anteilnahme geworden.

Versammlung am Place de la République in Paris.
Schilder mit der Aufschrift "Je suis Prof" (zu Deutsch: Ich bin Lehrer) lehnen an die Schlagworte "Je suis Charlie" nach dem Attentat 2015 an. Ein Zeichen der Solidarität.
Quelle: Reuters

Auch in anderen französischen Städten gehen Menschen auf die Straße

Die Enthauptung des 47-Jährigen Geschichtslehrers auf offener Straße nahe Paris hatte in ganz Frankreich Entsetzen ausgelöst. Auch in Städten wie Marseille oder Bordeaux gingen zahlreiche Menschen auf die Straße. Parteien, Verbände und Gewerkschaften hatten zu Großdemonstrationen aufgerufen, um sich solidarisch zu zeigen und gemeinsam für das Recht auf Meinungsfreiheit einzustehen.

Bereits am Samstag gedachten Hunderte Menschen in Conflans-Sainte-Honorine des Opfers. Sie versammelten sich an der Schule, in deren Nähe am Vortag ein 18-jähriger Russe tschetschenischer Herkunft das Opfer enthauptet hatte. Die Tat wurde auch international verurteilt.

Im Rahmen der Ermittlungen wurden bisher elf Menschen festgenommen

Eine nationale Gedenkfeier solle am Mittwoch stattfinden, teilte die Regierung mit. Im Zusammenhang mit dem Fall wurden bis Sonntagmorgen elf Menschen in Gewahrsam genommen, darunter die Eltern, der Großvater und der jüngere Bruder des mutmaßlichen Täters.

Nach der Ermordung eines Geschichtslehrers in Paris hat die Polizei inzwischen elf Menschen in Gewahrsam genommen. Vor der Schule des Opfers gab es eine Trauerfeier.

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Die Halbschwester des Festgenommenen soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nach Syrien gezogen sein.

Nach der brutalen Ermordung eines Lehrers bei Paris sitzt der Schock im Land tief. Indes hat die Staatsanwaltschaft weitere Details über Tat, Opfer und Täter bekanntgegeben. Demnach wurde der Getötete enthauptet. Die Ermittler nahmen neun Menschen fest.

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Lehrer hatte seinen Schülern Mohammed-Karikaturen gezeigt

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde auch der Vater eines Schülers festgenommen. Er soll sich mit dem Lehrer über dessen Unterricht gestritten haben. Der Vater hatte sich im Internet darüber beschwert, dass der Lehrer seinen Schülern Nackt-Karikaturen des Propheten Mohammed gezeigt habe.

Der 47-jährige Geschichtslehrer hatte mit seinen Schülern das Thema Meinungsfreiheit im Unterricht behandelt und dabei die umstrittenen Karikaturen verwendet.

Nach dem grausamen Mord an einem Lehrer bei Paris herrscht in ganz Frankreich Fassungslosigkeit, das Land steht unter Schock. ZDF-Korrespondent Thomas Walde berichtet aus Paris.

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Macron bezeichnet den Angriff als Terroranschlag

Der Angreifer, der von der Polizei in der Nähe des Tatorts nordwestlich von Paris erschossen worden war, war in Frankreich bislang nicht wegen Radikalisierung erfasst worden. Er war der Polizei wegen krimineller Delikte bekannt, für die er jedoch nicht verurteilt wurde, wie die Staatsanwaltschaft am Samstag mitteilte.

Er hatte den Angaben zufolge kurz nach der Tat ein Foto des abgetrennten Kopfes seines Opfers beim Kurzbotschaftendienst Twitter veröffentlicht und Präsident Emmanuel Macron als "Anführer der Ungläubigen" bezeichnet.

Nach den Worten von Macron handelt es sich bei dem Angriff "eindeutig" um einen "islamistischen Terroranschlag". Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft ermittelt seit Freitag wegen Mordes in Verbindung mit einem Terrorakt und wegen des Verdachts einer "kriminellen terroristischen Vereinigung".

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