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Physik-Nobelpreis für deutschen Forscher

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Forschung zu Schwarzen Löchern - Physik-Nobelpreis für deutschen Forscher

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Die Entdeckung und Erforschung von Schwarzen Löchern steht im Zentrum des Physik-Nobelpreises 2020. Zu den drei Prämierten gehört auch der deutsche Astrophysiker Reinhard Genzel.

Der Physik-Nobelpreis geht an den deutschen Forscher Reinhard Genze. Er teilt sich die Auszeichnung mit der Amerikanerin Andrea Ghez und dem Briten Roger Penrose.

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Damit hatte Reinhard Genzel nicht gerechnet. "Ich war heute Morgen in einer virtuellen Konferenz, da kommt das Telefon und dann sagt da jemand: 'This is Stockholm'", erzählt der 68-jährige Astrophysiker. Der Direktor am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching bekommt für seine Erforschung Schwarzer Löcher den Nobelpreis für Physik. Das gab die schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm bekannt.

Dieses Jahr feiert der Nobelpreis die Entdeckung eines der exotischsten Objekte in unserem Universum.
David Haviland, Nobelpreis-Komitee

Genzel hatte zugleich mit der US-Forscherin Andrea Ghez das supermassereiche Schwarze Loch im Zentrum unserer Milchstraße entdeckt. Dafür erhalten die beiden die eine Hälfte des Preises, wie die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften mitteilte.

Selbst Licht kann einem schwarz Loch nicht entkommen

Die zweite Hälfte geht an den Briten Roger Penrose. Er erfand geniale mathematische Methoden, um Albert Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie zu erforschen, wie das Nobelkomitee mitteilte. Er habe gezeigt, dass diese Theorie zur Bildung von Schwarzen Löchern führt, jenen Monstern in Zeit und Raum, die alles erfassen, was ihnen nahe kommt.

"Ich hätte das nicht für möglich gehalten", so Genzel bei der Pressekonferenz am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching.

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Schwarze Löcher zählen zu den bizarrsten Objekten des Weltalls. Ihre Gravitation ist so stark, dass selbst Licht ihnen nicht entweichen kann. Niemand hat also je ein Schwarzes Loch selbst direkt gesehen - es ist einfach schwarz.

Genzel: "Gebührende Ehre für das ganze Team"

Der Nobelpreis ist mit knapp einer Millionen Euro dotiert. Er sehe den Preis nicht nur als Auszeichnung für seine eigene Forschung, sagte Genzel. Es sei auch eine Ehre für die Max-Planck-Gesellschaft "und eine gebührende Ehre für das ganze Team".

Es ist groß, schwer und gefräßig – das gewaltigste Monster im Universum. Doch niemand weiß, was in seinem Inneren passiert. Harald Lesch begibt sich in den Sog des Schwarzen Lochs.

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Er gehe davon aus, dass sich nach Feierabend einige Kolleginnen und Kollegen zusammenfinden, "um noch ein Glas Wein zu trinken". Doch auch nach dem Nobelpreis will Genzel weitermachen: Ein Ziel seines Teams sei es, noch schärfere Messungen vornehmen zu können. Die derzeitigen Geräte könnten theoretisch "auf dem Mond eine Euro-Münze" erkennen, dies solle aber noch besser werden.

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