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Nach schweren Vorwürfen - Pornhub entfernt Millionen Videos

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Mutmaßliche Kinderpornos und Vergewaltigungsvideos: Visa und Mastercard haben ihre Zahlungsdienstleistungen auf Pornhub eingestellt. Die Plattform entfernt Millionen Videos.

Pornhub
Nach Recherchen der "New York Times" ist Pornhub, eine der größte Pornoseiten der Welt, stark in die Kritik geraten.
Quelle: ZDF

Nach "New York Times"-Recherchen entfernt Pornhub alle Videos auf seiner Website, die nicht von offiziellen Inhaltspartnern oder Mitgliedern seines Modellprogramms hochgeladen wurden. Dies bedeutet, dass ein erheblicher Teil der Videos verschwindet - und ist eine riesige Veränderung für die Funktionsweise einer der größten Pornoseiten der Welt.

Uploader sollen Inhalte filtern

"Im Rahmen unserer Richtlinie zum Verbot nicht verifizierter Uploader haben wir jetzt auch alle zuvor hochgeladenen Inhalte ausgesetzt, die nicht von Inhaltspartnern oder Mitgliedern des Modellprogramms erstellt wurden", heißt es in der Ankündigung von Pornhub, die Vice.com veröffentlicht hat.

"Dies bedeutet, dass jeder Pornhub-Inhalt von verifizierten Uploadern stammt. Dies sei eine Anforderung, die Plattformen wie Facebook, Instagram, TikTok, YouTube, Snapchat und Twitter noch nicht eingerichtet haben."

Über zwei Millionen Menschen haben eine Petition unterschrieben, die fordert, dass Pornhub abgeschaltet wird. Was steckt dahinter? Ist ein Verbot der richtige Weg?

Beitragslänge:
18 min
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Vorwurf von Missbrauchsdarstellungen

Pornhub telte mit, dass die Videos bis zur Überprüfung entfernt werden. Der Überprüfungsprozess soll im neuen Jahr beginnen. Seit die Plattform 2007 gestartet wurde, konnte bisher jeder ein Konto bei Pornhub erstellen und jedes gewünschte Video hochladen.

Dieser freie Umgang mit den Uploadern soll zu zahlreichen Missbrauchsdarstellungen auf Pornhub geführt haben. Die "New York Times" hatte dem Pornovideoportal nach Recherchen vorgeworfen, Videos zu enthalten, die Minderjährige und Vergewaltigungen zeigten sowie Aufnahmen, die ohne Einverständnis der Gezeigten angefertigt worden seien. Jährlich soll das 8,6 Millionen Videos betreffen.

Visa und Mastercard stellen Zahlungsabwicklung ein

Die Zahlungsdienstleister Mastercard und Visa haben sich wegen dieser Vorwürfe entschieden, vorerst keine Zahlungen an die Porno-Plattform mehr abzuwickeln. Mastercard und Visa hatten nach den Enthüllungen eigene Untersuchungen zu den Vorwürfen eingeleitet.

"Unsere Untersuchung in den vergangenen Tagen hat die Tatsache bestätigt, dass die Website gegen unsere Normen gegen sittenwidrige Inhalte verstößt", teilte ein Mastercard-Sprecher am Donnerstag mit. Visa stellte seine Dienste für Pornhub vorerst ein. Dies gelte mindestens, bis das Ergebnis einer Untersuchung der Vorwürfe gegen Pornhub vorliege, hieß es.

Pornhub weist die Vorwürfe zurück

Pornhub, das seine Zentrale im kanadischen Montreal und seinen Steuersitz in Luxemburg hat, wies die Vorwürfe zurück und nannte die Entscheidungen von Mastercard und Visa "extrem enttäuschend".

Die Entscheidungen von Mastercard und Visa seien "schrecklich für die hunderttausenden Models, die auf unsere Plattform als Einnahmequelle zählen", erklärte Pornhub mit Blick auf die Porno-Darsteller.

Die Feministin und Porno-Pionierin startete den Hashtag #PayForYourPorn. Damit wirbt sie für eine transparentere und fairere Form der Pornografie.

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2 min
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