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Diese Recherchen erhalten den Pulitzer-Preis

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Proteste, Gefängnis, Ausbeutung - Diese Recherchen erhalten den Pulitzer-Preis

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Ein Schicksal in Guantanamo, Erderwärmung und Ausbeutung von Taxifahrern: Einige der aufsehenerregendsten Geschichten des letzten Jahres wurden mit den Pulitzer-Preis geehrt.

Pulitzer-Preis für Fotografie 2020: Hongkong
Für Fotos wie dieses von den Protesten in Hongkong wurde der Pulitzer-Preis vergeben.
Quelle: Reuters

Die "New York Times" ist der Hauptgewinner der diesjährigen Pulitzer-Preise. Die Zeitung wurde am Montag mit drei der prestigeträchtigen Auszeichnungen geehrt.

Die US-Zeitung habe über "eine Reihe packender Geschichten mit großem Risiko" berichtet, erklärte die Jury ihre Entscheidung am Montag in New York, unter anderem für die Berichterstattung über das Machtsystem des russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Heimliche Fotos von Protesten

Außerdem gewann die "New York Times" in zwei weiteren Kategorien: In der Rubrik "Kommentar" erhielt Nikole Hannah-Jones die Auszeichnung für ein Essay, das den bis in die amerikanische Gegenwart reichenden Folgen der Sklaverei nachspürt.

Brian Rosenthal erhielt den Preis für die beste Investigativ-Recherche. Der Reporter hatte über die Ausbeutung von Taxifahrern in New York City geschrieben.

Die Nachrichtenagenturen Reuters und Associated Press gewannen für ihre Foto-Berichterstattungen von den Protesten in Hongkong und der Krise in der umstrittenen Region Kaschmir.

Die preisgekrönten Fotografien in der Bildergalerie:

Der Preis in der Kategorie für den Dienst an der Öffentlichkeit konnte die Lokalzeitung "Anchorage Daily News" zusammen mit der Recherche-Plattform "ProPublica" für sich verbuchen. Ihre Geschichten enthüllten, dass ein Drittel der Dörfer in Alaska keinen Polizeischutz haben.

Die Serie hätte die Behörden zum Handeln gezwungen und eine bessere Finanzierung der Sicherheitskräfte zur Folge gehabt, erklärte das Komitee.

Klimawandel und Geschichte über Guantanamo

Die "Washington Post" wurde für die "wissenschaftliche Klarheit" ihrer Artikel über die schweren Auswirkungen extremer Temperaturen auf der Erde ausgezeichnet.

Auch das Schicksal eines Insassen im US-Gefangenenlager Guantánamo bewegte die Jury des wohl begehrtesten Journalismus-Preises der Welt: Ben Taub vom Magazin "New Yorker" gewann mit seinem Feature "Guantánamos Dunkelstes Geheimnis", eine Mischung aus Berichterstattung von vor Ort und lyrischer Prosa.

Das US-Gefangenlager Guantánamo auf Kuba. Archivbild
Das US-Gefangenlager Guantánamo auf Kuba: In einer ausgezeichneten Geschichte geht es um einen der Häftlinge.
Quelle: Shane T. McCoy/epa/dpa

Darin geht es um einen Mann, der entführt, gefoltert und in dem Lager für mehr als ein Jahrzehnt seiner Freiheit beraubt wurde.

Was ist der Pulitzer-Preis?

In den USA gilt der Pulitzer-Preis als höchste Auszeichnung für journalistische Arbeiten. Erstmals wurde er 1917 vergeben. Diesmal wurde die Verleihung wegen der Corona-Pandemie um mehrere Wochen verschoben und am Montag virtuell abgehalten. Gewürdigt wurden journalistische und literarische Leistungen aus dem vergangenen Jahr.

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