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Eindringling auf Schloss Windsor : Mann wollte offenbar Queen Elizabeth töten

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Am Samstag wurde auf Schloss Windsor ein Eindringling mit Armbrust festgenommen. Nun legt ein Videoclip nahe, dass der Mann die britische Monarchin ermorden wollte.

Großbritannien, Edinburgh: Königin Elizabeth II. von Großbritannien sitzt im Plenarsaal des schottischen Parlaments in Edinburgh. Archivbild
Sicherlich "not amused": Königin Elizabeth II. Archivbild
Quelle: dpa

Mit einer Armbrust bewaffnet wurde am ersten Weihnachtstag ein 19-Jähriger auf dem Gelände der Queen-Residenz Schloss Windsor gefasst - jetzt legt ein Videoclip nahe, dass der junge Mann die britische Königin Elizabeth II. (95) ermorden wollte.

Der Vorfall sorgt für Aufsehen im Vereinigten Königreich - und dürfte die Debatte über die Sicherheit des Staatsoberhaupts und der Royal Family anheizen. Denn es war nicht der erste Vorfall in Windsor in diesem Jahr: Im Frühjahr nahmen Sicherheitskräfte insgesamt drei Menschen fest, die sich Zugang zum Gelände verschafft hatten.

Verdächtiger: Es tut mir leid, was ich tun werde

Es ist durchaus wahrscheinlich, dass der 19-Jährige psychisch krank ist. Jedenfalls wurde er bisher nicht von der Polizei befragt, weil er unter ärztlicher Aufsicht steht. Das Video, das vermutlich der junge Mann per Snapchat an Bekannte schickte und das die Zeitung "The Sun" am Montag veröffentlichte, sorgt aber bereits für Aufsehen. Die Polizei prüft die Aufnahme, wie sie mitteilte.

Darin ist eine maskierte Gestalt zu sehen, die mit einer Armbrust hantiert - also der gleichen Waffe, die der Eindringling in Windsor dabei hatte. Die Stimme ist von einem Computer verzerrt, doch die Gestalt will ihre Identität nicht verbergen. Im Gegenteil: Sie nennt ihren vollen Namen. "Es tut mir leid, was ich getan habe und was ich tun werde", sagt die Person. "Ich werde versuchen, Elizabeth, Queen der Royal Family, zu ermorden."

Queen Elizabeth II. bei einer virtuellen Konferenz im Buckingham Palace

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Vergeltung für indische Kolonial-Taten?

Das Motiv: Vergeltung. Er nehme Rache für diejenigen, die wegen ihrer Herkunft getötet, erniedrigt und diskriminiert worden seien sowie für die Toten des Amritsar-Massakers 1919. Damals hatten britische Kolonialtruppen in der indischen Stadt Amritsar das Feuer auf Demonstranten eröffnet und Hunderte getötet. Er sei ein indischer Sikh, sagt der Maskierte in dem Clip.

Zwar kam der Eindringling, der eigentlich im südenglischen Southampton lebt, bis auf etwa 500 Meter an die Privatgemächer der Queen heran. Doch die Polizei betont, er sei schon bald geschnappt worden, nachdem er mithilfe einer Strickleiter über die Mauer des großzügigen Anwesens geklettert war. Er habe kein Gebäude betreten. Der Palast kommentierte den Vorgang nicht.

Immer wieder Eindringlinge bei den britischen Royals

Dennoch: Viele Briten sind alarmiert, nachdem nun mindestens drei Vorfälle allein in diesem Jahr bekannt wurden. Im Frühling wurde ein Paar auf Schloss Windsor festgenommen, das nahe der Stelle spazierte, an der die Queen häufig ihre Hunde ausführt.

Noch mehr Fragen warf eine Frau auf, die keine zwei Wochen zuvor Zutritt zur Residenz von Queen-Sohn Prinz Andrew auf dem Windsor-Gelände erhalten hatte. Sie fuhr mit dem Taxi vor und überredete angeblich Sicherheitskräfte, die Rechnung zu zahlen. Die 44-Jährige gab sich als Partnerin des Prinzen aus, mit dem sie eine Verabredung zum Mittagessen habe.

Immer wieder gelangten zudem Eindringlinge auf das Gelände des Londoner Buckingham Palasts, einmal sogar ein verurteilter Mörder. Mindestens einmal kam es dabei zum engen Kontakt mit der Queen: 1982 schaffte es Michael Fagan bis ins Schlafzimmer der Königin. Die Szene wird auch in der Netflix-Serie "The Crown" prominent gezeigt.

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