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Eintritt chinesischer Rakete - Trümmerregen trifft wohl nicht Deutschland

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China lässt eine Rakete unkontrolliert auf die Erde zurück stürzen. Trümmer landen wohl aber nicht in Deutschland. Die Gefahr für Menschen ist generell gering.

Chinesische Rakete Langer Marsch 5B am 23.04.2021 in Wenchang
Eine chinesische Rakete vom Typ Langer Marsch 5B vor dem Start (Archivbild)
Quelle: dpa

Die Trümmerteile einer für den Bau von Chinas neuer Raumstation verwendeten Trägerrakete werden nach Expertenangaben voraussichtlich nicht auf Deutschland treffen. Die Risikozone umfasse jeden Teil der Erdoberfläche zwischen dem 41. Grad nördlicher und dem 41. Grad südlicher Breite, teilte das Büro für Raumfahrtrückstände der Europäischen Raumfahrtagentur Esa mit Sitz in Darmstadt am Dienstag mit.

Deutschland liegt etwa zwischen dem 47. und 55. Breitengrad im Norden. In Europa schließt das Risikogebiet unter anderem Teile von Spanien, Italien oder Griechenland ein. Winde oder andere Kräfte seien nicht in der Lage, den angegebenen Breitengrad-Bereich fundamental zu verändern, hieß es. Die Esa rechnet mit einem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre am 9. Mai um 19.23 deutscher Zeit - allerdings plus/minus 26 Stunden und 26 Minuten.

China lässt eine Rakete unkontrolliert auf die Erde zurück stürzen. Trümmer landen wohl aber nicht in Deutschland. Die Gefahr für Menschen ist generell gering.

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Risiko für Menschen geringer als beim Autofahren

Es sei aktuell praktisch unmöglich, Vorhersagen darüber zu treffen, welche Teile den Wiedereintritt wahrscheinlich überleben werden, hieß es weiter. Materialien mit hohen Schmelztemperaturen wie etwa Motor- oder Tankkonstruktionen stellten ein besonderes Risiko dar. Im Allgemeinen verglühten die meisten Objekte während des Wiedereintritts vollständig in der Atmosphäre, so die Expertinnen und Experten.

Es sei aber nicht möglich, eine detailliertere Risikobewertung vorzunehmen. Da ein Großteil der Erdoberfläche mit Wasser bedeckt sei und weite Teile der Erde außerdem unbewohnt seien, sei das Risiko für den Einzelnen deutlich geringer als bei allgemeinen täglichen Risiken wie etwa dem Autofahren.

Im Mai 2020 beschädigten Trümmerteile Häuser in der Elfenbeinküste

Schon nach dem ersten Flug des neuen, besonders schweren und tragfähigen chinesischen Raketentyps "Langer Marsch 5B" im Mai 2020 waren Trümmer in der westafrikanischen Elfenbeinküste niedergegangen und hatten mehrere Häuser in Dörfern beschädigt.

Das Design ist fahrlässig im Vergleich zu gegenwärtigen Standards anderer Länder.
Jonathan McDowell, Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics

Die Rakete hatte am vergangenen Donnerstag das 22 Tonnen schwere Kernmodul "Tianhe" (Himmlische Harmonie) erfolgreich ins All gebracht.

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China will seine Raumstation bis 2022 fertigstellen

Damit begann die junge Raumfahrtnation den Bau seiner eigenen Raumstation. Weitere Starts der "Langer Marsch 5B" sind dafür geplant. So sollen zwei weitere, 22 Tonnen schwere Module ins All gebracht und angebaut werden. Die Station soll "um 2022" fertiggestellt werden und dann "Tiangong" (Himmelspalast) heißen.

Wenn die technisch veraltete Internationale Raumstation ISS wie geplant in den kommenden Jahren ihren Dienst einstellt, wäre China danach die einzige Nation, die einen ständigen Außenposten im Weltraum betreibt.

Chinesischer Raumtransporter

Bald einziger Außenposten im All - China beginnt Bau seiner Raumstation 

Chinas Raumstation soll "Himmelspalast" heißen - nun beginnt ihr Bau. Bald wird sie die einzige Raumstation im All sein - von ihr profitieren dürfen wohl nur deutsche Forscher.

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