Sie sind hier:

Ermittler knacken Krypto-Handys - Weltweite Razzien gegen Drogenhändler

Datum:

Am Montag haben Ermittler Hunderte Objekte in Deutschland und anderen Ländern durchsucht. Die Behörden hatten die verschlüsselte Kommunikation krimineller Organisationen geknackt.

Einsatzkräfte stehen bei einem großangelegten Einsatz gegen die Rauschgiftkriminalität vor einem Bürogebäude in Essen.
Ermittler durchsuchten am Montag bundesweit mehr als 100 Objekte - wie hier in Essen.
Quelle: dpa

Am Montag haben Polizeikräfte in mehreren Bundesländern insgesamt mehr als 100 Wohn- und Geschäftsobjekte durchsucht. Hintergrund der groß angelegten Durchsuchungen sollen Ermittlungen wegen Drogenhandels und des Verdachts organisierter Kriminalität sein.

Wie das ZDF aus Sicherheitskreisen erfuhr, starteten die deutschen Ermittler die Aktion, nachdem das amerikanische FBI verschlüsselte Codes auf sogenannten Krypto-Handys geknackt hatte. Schwerpunkt der Razzien waren Hessen und Nordrhein-Westfalen, die Koordination des Verfahrens soll in Deutschland nach dpa-Informationen beim Hessischen Landeskriminalamt liegen.

Bedeutender Schlag gegen organisierte Kriminalität weltweit

Auch in Australien, Kanada, Estland, Litauen, den Niederlanden, Schweden, Großbritannien und den USA gab es zeitgleich Durchsuchungen. Nach Informationen von "WDR" und "NDR" sollen Behörden in insgesamt 16 Ländern an den Ermittlungen beteiligt sein.

Ein Klick für den Datenschutz

Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von Drittanbietern nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server (Facebook, Google, Instagram, Twitter, etc.) übertragen. Über den Datenschutz dieser Anbieter können Sie sich auf den jeweiligen Seiten informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in einem 'ZDF-Cookie'. Diese Zustimmung können Sie in den Einstellungen unter 'Mein ZDF' jederzeit widerrufen. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Der Vorsitzende des Bunds Deutscher Kriminalbeamter (BDK), Sebastian Fiedler, bezeichnete die Razzien als "wahrscheinlich den bedeutendsten Schlag gegen die organisierte Kriminalität, den es in Europa und Deutschland je gab".

Eine italienische Anti-Mafia-Kämpferin warnt: Die Mafia komme öfter nach Deutschland, um Geld zu waschen. Die deutsche Liebe zum Bargeld kommt ihr dabei zugute.

Beitragslänge:
29 min
Datum:

Krypto-Chats schon länger im Fokus der Ermittler

Ermöglicht wurde das Vorgehen, da Ermittler sich offenbar Zugriff auf verschlüsselte Kommunikationsplattformen von weltweit agierenden mutmaßlich kriminellen Netzwerken verschafft haben. Teils nutzen diese eigene, oft hochpreisige Kommunikationsanbieter anstelle von WhatsApp oder Signal.

Bereits 2020 hatten Ermittler in Frankreich den Krypto-Anbieter Encrochat geknackt. Seitdem werden immer wieder Verdächtige in Zusammenhang mit ausgewerteten Encrochat-Daten verhaftet. Um welchen Anbieter es sich bei den aktuellen Ermittlungen handeln soll, ist noch nicht bekannt.

Am Dienstag will die EU-Polizeibehörde Europol auf einer Pressekonferenz weiter Details zu dem Einsatz bekanntgeben.

Lesen Sie hier mehr zu den Hintergründen, wie Ermittler versuchen, die verschlüsselte Kommunikation von Kriminellen zu knacken:

Netzstruktur für 5G Ausbau

Kriminelle App Encrochat gehackt - Sorge um IT-Sicherheit aller Bürger 

Behörden haben die verschlüsselte Kriminellen-App Encrochat gehackt. Für Krypto-Pionier Philip Zimmermann kein Grund zur Freude.

von Nils Metzger
Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.