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"Red Hand Day" : Noch heute: Kindersoldaten im Krieg

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Kinder, die entführt, versklavt und in den Krieg geschickt werden, sind in vielen Krisenregionen keine Seltenheit: Zum 20. Mal erinnert der "Red Hand Day" heute an ihr Schicksal.

Junge mit einer Granate in Mogadishu, Somalia
Ein Junge mit einer Granate in Mogadishu.
Quelle: ap

Meistens sind es Entführungen, die am Anfang des Grauens stehen. Bewaffnete holen Kinder weg, vom Schulweg oder bei Überfällen auf ihr Zuhause. Während die Erwachsenen dabei getötet werden, werden die Kinder in ein neues Leben gedrängt, als Sklaven, als Soldaten.

Ich hatte Angst, aber wenn ich den Mann nicht töten würde, würden sie mich umbringen. Also habe ich ihn getötet.
Kindersoldat

... so nur eins von vielen Zeugnissen, dass das UN-Kinderhilfswerk Unicef im Laufe der Jahre eingesammelt hat.

Da, wo Armut und Hunger herrschen

Ob in Somalia, dem Südsudan, Jemen, der Demokratischen Republik Kongo oder Syrien - der Missbrauch von Kindern als Soldaten ist überall da bittere Realität, wo Armut und Hunger herrschen, es keine Sicherheit vor Überfällen gibt und keinen funktionierenden Staat, der dagegen einschreiten kann.

Inwiefern ist ein Mann, der vom Opfer zum Täter wurde schuldfähig? Ein ehemaliger Kindersoldat erzählt von den Grausamkeiten der LRA. Er findet: Ongwen sollte vergeben werden.

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3 min
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Auch Myanmar, Afghanistan und Kolumbien sind inzwischen verstärkt in diese Kategorie gekommen. Schätzungen gehen von rund 250.000 Kindern aus, die derzeit in bewaffneten Konflikten eingesetzt sind, wobei nach Angaben von Unicef genaue Zahlen kaum zu ermitteln sind.

Dabei werden nicht nur Kinder gezählt, die aktiv kämpfen, sondern auch solche, die gezwungen werden, andere Dienste für militärische Gruppen zu verrichten. So fallen auch Mädchen, die als Kinderfrauen festgehalten werden, unter diese Definition.

Cassie ist mit zwölf Jahren in Manila versklavt worden. Sie erzählt ihre bewegende Geschichte.

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2 min
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Die rote Hand: Symbol für den Kampf gegen Kindersoldaten

Auf das Schicksal der Kindersoldaten macht seit nunmehr 20 Jahren der Internationale Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten aufmerksam. Bei dessen Erstausrichtung am 12. Februar 2002 in Genf benutzten Kinder- und Menschenrechtsorganisationen das Symbol einer roten Hand, um ihr Anliegen sinnbildlich darzustellen.

Daher wird der Aktionstag auch als "Red Hand Day" bezeichnet.

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Anlass war damals das Inkrafttreten des sogenannten Kindersoldaten-Zusatzprotokolls der UN-Kinderrechtskonvention. Darin haben sich bislang 172 UN-Mitgliedsstaaten verpflichtet, keine Jugendlichen unter 18 Jahren zum Dienst an der Waffe zu rekrutieren.

Im Flüchtlingscamp Ritsona leben 2.400 Geflüchtete, darunter 900 Kinder. Die in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschriebenen Kinderrechte scheinen für sie nicht zu gelten.

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21 min
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In diesen 20 Jahren habe das Zusatzprotokoll schon einiges bewirkt, erklärt die UN. Demnach wurden rund 170.000 Minderjährige aus Armee und anderen bewaffneten Gruppierungen befreit. Die Mitgliedsstaaten dürften nun nicht nachlassen und müssten weiter politisches und finanzielles Engagement leisten, um "diese Spirale der Gewalt zu beenden".

Zudem müssten die Mitgliedsstaaten, die das Zusatzprotokoll bislang nicht unterzeichnet haben, dem nachkommen.

Zentrales Problem: der Waffenexport

Menschenrechtler und Hilfsorganisationen machen als generelles Problem zuallererst den weltweiten Waffenhandel aus:

Die Verfügbarkeit dieser Waffen macht es erst möglich, dass dort Kinder und Jugendliche zum kämpfen in Armeen oder bewaffneten Gruppen gezwungen werden
Dirk Bingener, Präsident des katholischen Hilfswerks missio Aachen

So gerät auch Deutschland für seinen Rüstungsexport in die Kritik. "Die traurige Realität ist, dass deutsche Kleinwaffen und Munition in großen Mengen über andere Länder in Kriegsregionen und in die Hände von Kindern gelangen", so die Menschenrechtsorganisation terre des hommes Deutschland und das globale Netzwerk "Stop the arms trade".

Lan Guofeng auf seinem Weg in die Schule in Nongding Village, im Süden von China
Grafiken

Weltkindertag - Anspruch und Wirklichkeit bei Kinderrechten 

Die UN-Kinderrechtskonvention legt wesentliche Standards zum Schutz der Kinder fest. Wie steht es 2020 um die Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen weltweit?

von Michaela Waldow
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