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Evangelen feiern Reformationstag - EKD-Chef: "Eigene Spaltungen überwinden"

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Zum Reformationstag rief EKD-Chef Bedford-Strohm zur Einigkeit auf. Wenn die Kirche glaubhaft sein will, müsse sie erst mal ihre eigenen Spaltungen überwinden, sagte er.

Protestanten haben vielerorts den Beginn der Reformation in einem Gottesdienst gefeiert. Vor gut 500 Jahren hatte Martin Luther auf die Missstände in der Kirche aufmerksam gemacht.

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In vielen Orten Deutschlands haben Protestantinnen und Protestanten am Sonntag an die Anfänge der evangelischen Kirche vor mehr als 500 Jahren erinnert. Kirchenvertreter betonten am Reformationstag den Wert der Freiheit und riefen dazu auf, Spaltungen zu überwinden - auch innerhalb der eigenen Reihen.

"Keiner glaubt uns unsere Glaubensbotschaft, wenn wir die Liebe, die mit ihr untrennbar verbunden ist, nicht selbst ausstrahlen", predigte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, in der Schlosskirche zu Wittenberg laut Redemanuskript.

Keiner hört unsere Appelle an die Welt, die Spaltungen zu überwinden, wenn wir als christliche Kirchen nicht unsere eigenen Spaltungen überwinden.
Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzende der EKD

Corona-Pandemie hat Grenzen der Freiheit aufgezeigt

In seiner Predigt wandte sich der EKD-Ratsvorsitzende gegen Mutlosigkeit in der Kirche: "Warum leben wir bei einer Zahl von über 40 Millionen Kirchenmitgliedern (...) immer wieder in dem Gefühl, dass wir als Kirche kurz vor dem Aussterben sind?", fragte er in Wittenberg, wo der Augustinermönch Martin Luther (1483-1546) seine Thesen gegen den Ablasshandel der Kirche veröffentlicht hatte.

Zugleich erinnerte Bedford-Strohm an den universellen Wert der Freiheit. Dies sei umso bedeutsamer, als die Corona-Pandemie wie kaum ein anderes Ereignis der jüngeren Vergangenheit Grenzen aufgezeigt habe.

Die Kritik am Kölner Kardinal Woelki reißt nicht ab. Und die Frauen fordern Gleichberechtigung der Ämter. Dazu Carolin Kebekus und Maria Mesrian von Maria 2.0.

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Berliner Bischof ruft zu Toleranz und Religionsfreiheit auf

Der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Christian Stäblein, bezog sich in seiner Predigt zum Reformationstag in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche auf Luthers Freiheitsbegriff. Ihm sei es um "Freiheit von der Vormundschaft einer kirchlichen Macht" gegangen, die die Menschen in Angst und Unselbstständigkeit gehalten habe. Deshalb habe es die Bibel auf Deutsch gebraucht, damit jeder und jede sie lesen und sich sein Urteil selbst bilden konnte.

Stäblein betonte: "Was an Freiheit für mich gilt, muss an Freiheit auch für andere gelten." Im Prinzip stünden die reformatorischen Entdeckungen damit zentral am Beginn des Weges zur Religionsfreiheit.

Der Berliner Bischof nutzte auch den traditionellen Empfang der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz zu einem entschiedenen Appell für Religionsfreiheit und Toleranz. Er fand diesmal im Festjahr zu 1.700 Jahren jüdischem Leben in Deutschland am Potsdamer Rabbinerseminar Abraham-Geiger-Kolleg statt. Dabei betonte der Bischof, die Kirche dürfe nie mehr "in falsche Gegensätze zu den jüdischen Geschwistern geraten".

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