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5,2 bis 5,9 Prozent - Renten steigen wohl deutlich

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Für die über 20 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland gibt es gute Nachrichten: Die Bezüge sollen im kommenden Jahr um über 5 Prozent steigen.

Zwei ältere Personen sitzen auf einer Bank. Symbolbild
Auch 2023 sollen die Rentenbezüge nochmal erhöht werden.
Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB

Die rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland können sich auf eine deutliche Erhöhung ihrer Bezüge im kommenden Jahr einstellen. Nach offizieller Schätzung sollen die Renten im Juli in Westdeutschland um 5,2 Prozent und im Osten um 5,9 Prozent steigen, wie nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus dem Entwurf des Rentenversicherungsberichts 2021 hervorgeht.

Die Deutsche Rentenversicherung will die Öffentlichkeit an diesem Mittwoch über die erwartete Rentenanpassung und ihre Finanzlage informieren.

Laut der Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund dürften Rentner 2022 mit einem "ordentlichen Plus" rechnen. Genauere Zahlen werde man im Frühjahr sagen können.

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Höchster Rentenanstieg seit 40 Jahren

Damit dürften die Renten in Westdeutschland so stark steigen wie seit fast 40 Jahren nicht mehr. 1983 gab es ein Plus von 5,59 Prozent. In Ostdeutschland stiegen die Renten zuletzt 2016 mit einem Plus von 5,95 Prozent in vergleichbarer Höhe wie 2022.

In diesem Jahr hatte die Corona-Pandemie die Rentnerinnen und Rentnern um eine deutliche Erhöhung gebracht. Im Westen gab es eine Nullrunde, in Ostdeutschland ein Plus von 0,72 Prozent.

Anstieg der Renten im Osten größer als im Westen

Grund war der konjunkturbedingte Einbruch der Beitragseinnahmen. Eine Trendumkehr hatte sich bereits seit Monaten abgezeichnet. Laut Entwurf des Rentenversicherungsberichts sind die Beitragseinnahmen im laufenden Jahr bis September gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um rund 3,7 Prozent gestiegen.

Arbeitslosigkeit, keine Betriebsrente, kein Geld für private Zusatzversorgung: 30 Jahre nach der Wende gehen die Menschen in den Ruhestand, die von den Umbrüchen damals besonders betroffen waren. Die Folge: Die Altersarmut unter Ostrentnern steigt.

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Bleibt es bei der nun geschätzten Rentenerhöhung, steigt eine monatliche Rente von 1.000 Euro, die nur auf Westbeiträgen beruht, somit zum 1. Juli um 52 Euro, eine gleich hohe Rente mit Ostbeiträgen um 59 Euro.

Auch 2023 mögliche Erhöhung der Bezüge

Auch 2023 gibt es nach aktueller Schätzung eine deutliche Erhöhung der Bezüge. Im Westen könnten die Renten dann um 4,9 Prozent steigen, im Osten um 5,7 Prozent. Allerdings seien die Annahmen zur wirtschaftlichen Entwicklung und somit auch zu den Rentenfinanzen von Unsicherheit geprägt, da die Entwicklung von den Auswirkungen der Pandemie abhänge.

Die Angaben stammen vom Schätzerkreis Rentenversicherung, der aus Fachleuten der Rentenversicherung, des Bundesamts für Soziale Sicherung und des Bundesarbeitsministeriums besteht. Zur endgültigen Einschätzung der Rentenfinanzen seien die Ergebnisse der Steuerschätzung abzuwarten. Sie werden kommende Woche erwartet.

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