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Das Gute zum Wochenende - Eislöffel wegknabbern und Umwelt retten

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Es gibt sie, die guten Nachrichten - jeden Tag und weltweit: Deutsche Müllberge schrumpfen, Eislöffel kann man wegknabbern, es gibt Geld für die Abmeldung des eigenen Autos.

Zwei Eisbecher aus der Nähe
Plastik ist nicht mehr zeitgemäß. Lösungen gibt es viele - eine: essbare Eislöffel.
Quelle: ZDF

Welche neuen Lösungsansätze gibt es für soziale, gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen? Zu einem realistischen Weltbild gehören auch die Geschichten des Gelingens. Das Team der Doku-Reihe "plan b" hat diese Woche vier Beispiele zusammengetragen, die Hoffnung machen:

Denzlingen belohnt Verzicht aufs eigene Auto

Denzlingen, eine 14.000-Einwohner-Gemeinde vor den Toren Freiburgs, nimmt den Klimaschutz ab sofort noch wichtiger und fördert mehr Engagement beim Umweltschutz. Allen Bürgern und Bürgerinnen, die ein Fahrzeug mit Verbrennermotor abmelden und sich für drei Jahre verpflichten, auf eine Neuanschaffung zu verzichten, winken Umweltprämien. Zur Auswahl stehen: Zuschüsse von 500 Euro beim Kauf eines E-Bikes oder einer "Regio-Jahreskarte". Alternativ kann man sich auch für einen Gutschein des Denzlinger Wirtschaftsnetzwerks in Höhe von 200 Euro entscheiden.

Autoabgase in einer Straße in Düsseldorf
Die Gemeinde Denzlingen möchte Autoabgase aktiv reduzieren.
Quelle: dpa

Bürgermeister Markus Hollemann sieht das als "einen ersten wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer klimaneutralen Kommune". Das Förderprogramm besteht aus vier Paketen und setzt - neben der umweltfreundlichen Mobilität - Anreize bei Solarstromanlagen, der energetischen Gebäudesanierung und einem nachhaltigen Lebensstil.

Denzlingen ist schon früher mit kreativen Ideen aufgefallen, etwa beim Thema Wohnungsknappheit. Vor drei Jahren bot die Gemeinde allen Einwohnern und Einwohnerinnen, die nach dem Auszug ihrer Kinder in eine kleinere Wohnung umziehen wollten, einen Zuschuss von bis zu 2.500 Euro an.

Kleber: Alles haftet umweltfreundlich

Jeder kennt das, Klebestreifen an der Windel oder anderen Hygieneartikeln, Klebestreifen beim Öffnen am Pappkarton oder die kleine Bastelei mit der Heizpistole. Damit das alles haftet, kommen Heißklebstoffe zum Einsatz. Diese konventionellen Kleber aus der Industrie enthalten aber umweltschädliche Mikrokunststoffe auf Erdölbasis. Selbst winzige Partikel aus diesen Klebern können noch mehrere hundert Jahre nachgewiesen werden.

Das war Ansporn für Andreas Krypczyk nach einer umweltfreundlicheren und nachhaltigeren Variante zu suchen. Mit Erfolg. Der Verfahrenstechniker ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Thüringischen Institut für Textil- und Kunststoffforschung und hat nach vierjähriger Forschung einen "Biokleber" entwickelt.

In seinem Labor in Rudolstadt hat Andreas Krypczyk lange nach der perfekten Mischung gesucht.

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1 min
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Dabei setzt der 35-Jährige auf nachwachsende Rohstoffe:

Unser Klebstoff besteht aus biobasierten Materialien, ist biologisch abbaubar und CO2-neutral.
Andreas Krypczyk, Verfahrenstechniker

Die Rezeptur ist eine Mischung aus Wachsen, Harzen und dem Basiskunststoff Polymilchsäure, der aus Resten von Mais, Zuckerrohr und Kartoffeln gewonnen wird.

Die Industrie reagiert positiv auf den Ökokleber, erste Kunden, die Wert auf Nachhaltigkeit legen, bekunden bereits ihr Interesse.

Restmüll in Deutschland halbiert

Verglichen mit 1985 werfen Deutsche viel weniger Restmüll weg.

Insgesamt fielen im Jahr 2018 in Deutschland 128 Kilogramm Restmüll pro Einwohner und Jahr an. Das ist ein Rückgang von rund 46 Prozent im Vergleich zu 1985, damals waren es 239 Kilogramm Restmüll pro Einwohner und Jahr.

Für Arthur Huang ist Abfall das Gold von Morgen. Der Architekt, Ingenieur und Künstler hat ein ausgeklügeltes Recyclinggerät entwickelt.

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Nur mit der Mülltrennung läuft es noch nicht ganz so rund - auch beim Bioabfall. Deshalb appelliert Umweltbundesamt-Präsident Dirk Messner: "Bioabfall ist für die Restmülltonne viel zu kostbar, denn er lässt sich vollständig recyceln und liefert den Grundstoff für Kompost und Biogas."

Ein Drittel aller Bioabfälle werden noch immer über den Hausmüll entsorgt. Dazu gehören Küchen- und Nahrungsabfälle, Gartenabfälle, sonstige organische Abfälle wie Kleintierstreu aus Stroh/Heu sowie gefüllte oder teilentleerte Lebensmittelverpackungen.

Eislöffel zum Knabbern

Sommer, Sonne, mal schnell zur Eisdiele und dann zwei Kugeln Eis im Becher und ein Löffel - meist ist der aus Plastik. Über 360 Millionen davon gehen allein in Deutschland zusammen mit dem Eis über die Ladentheke. Hintereinander gelegt ergibt das über 34.000 Kilometer, eine Strecke fast einmal um den Globus. Zwei junge Betriebswirtinnen wollten das nicht länger mitmachen und hatten die Idee, wie man nachhaltige Eislöffel produzieren kann.

Das Bild zeigt die Gründerinnen von Spoontainable.  essbare Eislöffel
Mit ihrem jungen Start-up produzieren Amelie Vermeer und Julia Piechotta Löffel, die man nach Gebrauch einfach wegknabbern kann.
Quelle: Spoontainable

In der neusten Ausgabe von "plan b" - "Becher, Waffel oder Eis am Stiel" - zeigen die beiden, wie man beim Eis essen auch noch was für die Umwelt tun kann.

Ein Sommer ohne Eis - für die meisten unvorstellbar. Gehört es doch zu den liebsten Süßigkeiten der Deutschen. Der Absatz der verführerischen Abkühlung stieg in den letzten Jahren stark an.

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29 min
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Mehr Geschichten des Gelingens gibt's jeden Samstag in der Reportage-Reihe "plan b" - ab 17.35 Uhr im ZDF und jederzeit in der ZDF-Mediathek.

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