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RKI: Entwicklung völlig offen

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Corona-Pandemie in Deutschland - RKI: Entwicklung völlig offen

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Das Robert Koch-Institut (RKI) liefert täglich den neuesten Stand zur Corona-Epidemie in Deutschland. Heute war die Grundaussage: Nichts ist gewiss.

RKI-Präsident Lothar Wieler.
RKI-Präsident Lothar Wieler.
Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa

Das Robert Koch-Institut (RKI) kann noch keine Einschätzung geben, ob die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus wirken. "Wir müssen weiter abwarten, um zu sehen, ob die Maßnahmen greifen", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Mittwoch in Berlin. Im Moment sei es noch zu früh, um dies einzuschätzen.

Kriterien geändert

Wieler bekräftigte vorherige Äußerungen, dass Deutschland noch immer am Anfang der Ausbreitung der Coronavirus-Epidemie stehe. "Es ist noch völlig offen, wie sich diese Epidemie weiter entwickelt", sagte er.

Das staatliche Institut änderte derweil seine Kriterien, nach denen mögliche Verdachtsfälle auf Covid-19 getestet werden. Das Kriterium, dass Menschen in Risikogebieten gewesen sein müssen, entfalle ab sofort. In solch einer Pandemie ergebe es irgendwann keinen Sinn mehr, nach einzelnen Gebieten zu unterscheiden, sagte Wieler zur Begründung.

RKI warnt vor Interpretationen

Die Zahl der Infektionen in Deutschland ist dem RKI zufolge um 4.191 auf 31.554 gestiegen. Die Zahl der Toten habe um 36 auf 149 zugenommen. Die Daten stammen von Mittwoch, 0 Uhr. Da die Gesundheitsämter unregelmäßig Daten lieferten, warnte das Institut vor weitgehenden Interpretationen: "Aus dem Verlauf der übermittelten Daten allein lässt sich daher kein Trend zu den aktuell erfolgten Neuinfektionen ablesen."

Wieler forderte, dass künftig grundsätzlich nur Menschen mit typischen Symptomen getestet werden. Damit könnten die vorhandenen Ressourcen der Labore besser genutzt werden. Andere Menschen, die einen Verdacht hätten, sollten zuhause bleiben.

Ärzte und Krankenschwestern am 22.04.2020 in einem Krankenhaus in Barcelona

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