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Rote Liste aktualisiert - 30 Säugetierarten in Deutschland bedroht

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Feldhamster, Feldhase und Gartenschläfer - das sind nur drei von 30 Säugetierarten in Deutschland, die in ihrem Bestand gefährdet sind.

Ein Feldhamster auf einer Wiese
Noch in den 50er Jahren galt er als Plage, nun ist er vom Aussterben bedroht: der Feldhamster.
Quelle: dpa

Insgesamt sind 30 Arten und Unterarten und damit 31 Prozent der bewerteten Säugetiere Deutschlands bestandsgefährdet. Das geht aus der neuen Roten Liste der Säugetiere hervor, die das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und Rote-Liste-Zentrum (RLZ) in Bonn vorstellten. Die Rote Liste wurde nun nach gut zehn Jahren aktualisiert.

Die Arten seien vom Aussterben bedroht, stark gefährdet oder gefährdet, sagt die Präsidentin des Bundesamts, Beate Jessel. Zehn weitere Arten stehen demnach auf der sogenannten Vorwarnliste.

97 heimische Säugetiere untersucht

Die Autoren haben für 97 in Deutschland heimische Säugetiere die Bestandssituation und das Ausmaß der Gefährdung ermittelt. Unter den bestandsgefährdeten Arten sind unter anderem Feldhase, Iltis, Bechsteinfledermaus, Feldhamster, Gartenschläfer und Schweinswal.

Neben der Klimakrise gehört das Artensterben zu den größten Problemen unserer Zeit.

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30 min
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Die Auswirkungen unserer Nutzungen seien es auch, "die dazu geführt haben, dass das Graue Langohr als Fledermaus, der Luchs und der Zwergwal jetzt als vom Aussterben bedroht eingestuft sind", so Jessel.

Kegelrobben und Wildkatzen geht es besser

Positiv entwickelt haben sich demnach die Bestände von 17 Säugetierarten, darunter die Atlantische Kegelrobbe, Wildkatze und Fischotter. Dies sei vor allem auf Maßnahmen im Bereich des Natur- und Umweltschutzes zurückzuführen. Bei weiteren 39 Arten wurde zumindest eine stabile Entwicklung festgestellt.

Die Rote Liste gibt Auskunft über alle 117 in Deutschland vorkommenden Säugetierarten, darunter auch diejenigen, die wegen ihres sporadischen oder neuen Vorkommens nicht in Bezug auf ihre Gefährdung bewertet wurden.

Zehn erfasste Arten sind in Deutschland ausgestorben oder verschollen, etwa der Große Tümmler und das Europäische Ziesel. Um den Artenrückgang aufzuhalten, sei "auf breiter Fläche eine naturverträglichere Land- und Forstwirtschaft", erforderlich, sagte Jessel.

Smaragdeidechse (Lacerta bilineata)

Umweltschützer warnen - Größtes Artensterben seit den Dinosauriern 

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